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Rohholzmarkt in Bayern im II. Quartal 2011

Die Rundholzversorgung erfolgte im II. Quartal 2011 auf hohem Niveau. Teilweise führten volle Lager und geringe Fuhrkapazitäten zu verzögerter Holzabfuhr. Die Entwicklungen bei der Laubholzindustrie sind dagegen weiterhin verhalten. Hauptsächlich waren Laubschnittholz und Furnierplatten von einer schwierigen Absatzlage betroffen.

Nadelstammholz

Die Einschlagstätigkeit verlief im II. Quartal im Staatswald und im Großprivatwald auf normalem Niveau. Vom Kleinprivatwald wurden bis Mitte Mai große Mengen an Rundholz bereitgestellt. Während die Einschlagstätigkeit in den von Schneebruch und Sturmwurf betroffenen Regionen bis zum Quartalsende anhielt, wurde saisonbedingt in weiten Teilen des bayerischen Privatwaldes im Quartalsverlauf zunehmend weniger Rundholz eingeschlagen. Aufgrund der hohen Nachfrage durch die Sägeindustrie konnte das Preisniveau im Vergleich zum I. Quartal nochmal leicht gesteigert werden. Eine nennenswerte Menge an Borkenkäferholz ist bisher nicht angefallen. Preisverhandlungen für Anschlusskontrakte werden derzeit noch verhandelt oder sind bereits abgeschlossen. Im überwiegenden Teil wurden in Verträgen bisher Preisfortschreibungen bzw. leichte Preissteigerungen vereinbart.

Für Fichtenrundholz konnten leichte Preissteigerungen erreicht werden. Über ganz Bayern bewegten sich die Preise im Leitsortiment der Standardlänge SL BC 2b zwischen 93 bis 99 €/Fm frei Wald und bei Langholz L B 2b in einer Spanne von 95 bis 100 €/Fm. Kleinere Mengen erlösten teilweise knapp über 100 €/Fm. C-Hölzer wurden mit einem Abschlag von 10 bis 13 €/Fm auf den B-Holzpreis verkauft. Für D-Hölzer konnten zwischen 60 bis 68 €/Fm frei Wald erlöst werden. Frisches Käferholz konnte in vielen Verträgen zum Frischholzpreis mitgeliefert werden. Bereits deutlich verfärbtes Käferholz wurde mit Abschlägen zwischen 7 und 14 €/Fm belegt.

Der Verkauf von Kiefernrundholz wurde im II. Quartal saisonbedingt stark zurückgefahren. Die Verkaufspreise lagen bei frischen Standardlängen im Leitsortiment SL BC 2b zwischen 70 und 78 €/Fm frei Wald. Für Bauholz konnte auch knapp über 80 €/Fm erzielt werden. Standardlängen für die Palettenindustrie erlösten im Leitsortiment zwischen 59 und 65 €/Fm frei Wald.

Industrieholz


Die Papierindustrie war auch im II. Quartal voll aufnahmefähig und wurde im Rahmen der bestehenden Jahresverträge beliefert. Die Auszahlung der mit dem Privatwald vereinbarten Zuschläge wurde verlängert, sodass der Preis von 36 €/Rm frei Wald weiterhin bestand hatte. Aufgrund des gegen Quartalsende regional rückläufigen Stammholzeinschlags konnte auch Papierholz als Koppelprodukt nur noch in geringerer Menge bereitgestellt werden.

Energieholz

 
Energieholz wird nach wie vor sehr stark nachgefragt. Zu nennenswerten preislichen Veränderungen ist es bei den Energieholzsortimenten im II. Quartal nicht gekommen.
 
Bayerische Forstverwaltung

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