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Rohholzmarkt in Bayern Ende 2012

Die Bayerische Forstverwaltung gibt in ihrem Holzmarktbericht zum IV. Quartal 2012 unter anderem einen Überblick zum Marktgeschehen in Bayern.
Nadelstammholz. Während des IV. Quartals 2012 konnte im Nadelstammholz eine normal verlaufende Einschlagstätigkeit im Staatswald und im Großprivatwald verzeichnet werden. Der Kleinprivatwald hielt sich weitgehend zurück und beschränkte sich in der Regel auf die Aufarbeitung der geringen Mengen an Käferholz und regionaler Sturmwurfhölzer. Die Nachfrage nach Nadelstammholz verlief rege. Nennenswerte Käferholzmengen sind nicht angefallen. Vertragsabschlüsse im Kleinprivatwald waren zum überwiegenden Teil mit einer Laufzeit bis zum Jahresende, teilweise bis Ende Januar festgelegt. Neue Vertragsverhandlungen im IV. Quartal wurden in der Regel mit Laufzeiten bis zum Ende des I. Quartals 2013 teilweise sogar einschließlich dem II. Quartal abgeschlossen.
Bei Fichte kam es vereinzelt zu leichten Preissteigerungen, überwiegend jedoch zu Preisfortschreibungen im Leitsortiment BC 2b zwischen 90 bis 99 EUR/Fm frei Wald. Das übliche Preisgefälle von Süd- nach Nordbayern hatte Bestand. Langholz B 2b erzielte zumeist um 2 bis 5 EUR/Fm höhere Preise als Standardlängen. Die Stärkeklassenabschläge lagen zwischen 5 bis 10 EUR/Fm.
In Vertragsverhandlungen mit der Palettenindustrie haben die Rundholzpreise leicht nachgegeben und erzielten Preise zwischen 54 bis 65 EUR/Fm frei Wald über alle Stärkeklassen hinweg.
Die Bayerischen Staatsforsten vereinbarten für auslaufende Jahresverträge in der Regel Preisfortschreibungen.
Im Zuge der lebhaften Nachfrage nach Fichte war auch ein gesteigerter Bedarf an Kiefernstammholz zu verzeichnen. Das anhaltend hohe Interesse führte vereinzelt zu leichten Preisaufschlägen. Kiefernstammholz SL BC 2b erzielte Preise zwischen 74 bis 80 EUR/Fm frei Wald. Schwächere Stärkeklassen lagen preislich zwischen 63 bis 68 EUR/Fm frei Wald.
Laubstammholz. Die Nachfrage nach Buchenstammholz war in Bayern im IV. Quartal 2012 sehr verhalten. Entsprechend schwierig gestalteten sich Vertragsverhandlungen für Liefermengen in der bereits angelaufenen Einschlagsaison. Im Vergleich zum Vorjahr wurden leichte Preisrücknahmen bei B- und C-Qualität vereinbart. Das Leitsortiment L B 4 erreichte rund 90 bis 95 EUR/Fm frei Wald. Für Güteklasse C in der Stärkeklasse 4 konnten 60 bis 62 EUR/Fm frei Wald erzielt werden. Rundholz für die Palettenindustrie erlöste etwa 58 EUR/Fm frei Wald.
Für Eichenstammholz bestand weiterhin reges Interesse an guter Qualität. Eine leicht rückläufige Nachfrage konnte bei Stammholz der Güteklasse C festgestellt werden. In Vertragsverhandlungen wurden in der Regel Preisfortschreibungen vereinbart.
 
Industrieholz. Die Kapazitätsrücknahmen in der Holzwerkstoffindustrie als auch in der Zellstoff- und Papierholz verarbeitenden Industrie zeigen mittlerweile ihre Wirkung. Der Industrieholzmarkt gerät zunehmend unter Druck. Trotzdem hatte die Papierholz verarbeitende Industrie aufgrund des zurückhaltenden Einschlags im Kleinprivatwald und in Folge dessen zunehmender Lieferrückstände, mit leichten Versorgungsschwierigkeiten zu kämpfen. Nach wie vor hatte der Papierholzpreis von 34 EUR/Rm frei Wald Bestand.
Anschlusskontrakte mit der Holzwerkstoffindustrie führten in der Regel zu leichten Preisrücknahmen.
 
StMELF Bayern

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