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Brandenburg, Grünheide: Ein Schild mit der Aufschrift "Forstarbeiten Lebensgefahr Betreten verboten" steht auf der Einfahrt zum Gelände für die geplante Tesla-Fabrik vor gerodeten Bäumen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat die laufenden Rodungsarbeiten auf dem Gelände für die geplante Tesla-Fabrik in Grünheide vorläufig gestoppt. Es entsprach damit einem Antrag der Grünen Liga Brandenburg.

Rodungen im Tesla-Wald vorerst gestoppt

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat am Samstag (16. Februar) die Rodearbeiten für das Tesla-Werk in Grünheide überraschend gestoppt. Noch am Freitag hatte das untergeordnete Verwaltungsgericht den Antrag der Grünen Liga Berlin abgelehnt. Die Rodung stehe nun still, bis das Gericht entschieden habe, teilte die Grüne Liga mit. 

Weltweit vierte Gigafabrik

Tesla will in Grünheide auf einem 300 ha großen Gewerbegelände die weltweit vierte Gigafabrik bauen. Dort will der US-Hersteller ab 2021 bis zu 500.000 Elektroautos produzieren. Tesla hat es mit der Rodung eines 90 ha großen Waldstückes sehr eilig. Zwar ist das Genemigungsverfahren noch nicht abgeschlossen, aber die Rodungsarbeiten müssen wegen des Beginns der Brutzeit bis März abgeschlossen werden. Der vorgezogene Maßnahmenbeginn ist gesetzlich möglich. Tesla muss aber sämtliche Kosten tragen, wenn die Baugenehmigung scheitern sollte.

Kesla hat sich verpflichtet, die Waldrodung mit einer dreimal so großen Wiederaufforstung in Brandenburg wieder auszugleichen. Darum sind auch Naturschutzverbände wie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) nicht gegen die Beseitigung des eintönigen Kiefernforstes. Die Fabrik wird zudem bis zu 4.000 Arbeitsplätze in der Region schaffen. Mit dem Ausstieg aus der Braunkohle in der Lausitz werden sie in Zukunft erwartungsgemäß dringend benötigt.

Die Landesregierung Brandung sieht den Rodungsstopp gelassen. Das Umweltamt hat bis Dienstag Zeit für eine Stellungnahme. Normalerweise entscheidet das Oberverwaltungsgericht dann rasch.

Zehn Harvester brauchen keine Woche

Zehn Harvester beseitigen seit Donnerstag-Nachmittag den Wald. Einen Eindruck davon bietet dieses Video auf Youtube. Insgesamt soll die Rodung nicht einmal eine Woche daueen.

 

Oliver Gabriel

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