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Er ist selbst im hohen Alter noch in beratender Funktion für Wald- und Forstwirtschaft in Brandenburg aktiv

Robert Hinz 90 Jahre

Am 7. April 2019 feiert Oberlandforstmeister i. R. Robert Hinz seinen 90. Geburtstag.

Als Sohn eines Forstmannes erlernte Hinz den Forstberuf in den Nachkriegsjahren, seine berufliche Ära begann mit einer Forstlehre und dem Besuch der Forstfachschule in Ballenstedt. Der christliche Glaube und seine feste Verbindung zur evangelischen Kirche bestimmten fortan seinen Lebensweg. Über 30 Jahre leitete er das Domstiftsforstamt Seelensdorf im Havelländischen Luch im heutigen Brandenburg. Als er nach der gesellschaftlichen Wende 1991 gebeten wurde, die Landesforstverwaltung Brandenburg neu aufzubauen, zögerte er nicht und folgte dem Ruf in die Landeshauptstadt. Hier war er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1994 der erste Landesforstchef im Land Brandenburg. In einer Lebensphase, wo andere sich auf den Ruhestand vorbereiten, stellte sich Robert Hinz der Herkulesaufgabe, die Grundlagen für eine zukunftsfähige Forstwirtschaft im Land Brandenburg zu schaffen. Und das ist ihm hervorragend gelungen. Seine Kollegen schätzten seine offene und zugewandte Art und seinen pragmatischen Ansatz. Er war fördernd und fordernd und verstand es ganz ausgezeichnet, widerstreitende Interessen durch kooperative Diskussionen zusammen zu führen. Der langfristige Umbau der in Brandenburg vorherrschenden Kiefernforsten lag ihm besonders am Herzen. Schutz durch nachhaltige Nutzung nach dem Gesetz des Örtlichen war die Maxime, der er folgte. Er überzeugte durch eine hohe forstliche Kompetenz, die er aus seiner forstpraktischen Schaffenszeit in Seelensdorf mit in das Amt brachte.

Im Jahr 1993 wurde er als erster Brandenburger mit dem Wilhelm-Leopold-Pfeil-Preis für seine herausragenden forstlichen Verdienste geehrt.

Sein stetes Engagement für hilfsbedürftige Menschen ist nicht nur gelebte christliche Nächstenliebe sondern Ausdruck seiner menschlichen Größe. Besonders für sein soziales Engagement, aber auch für seine Verdienste um den Brandenburger Wald wurde ihm 1994 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Robert Hinz könnte sich heute zurücklehnen und auf ein Lebenswerk schauen, das auch für zwei Förster gereicht hätte. Aber dann wäre es nicht Robert Hinz. Er ist selbst im hohen Alter noch in beratender Funktion für Wald- und Forstwirtschaft in Brandenburg aktiv.

Die Kolleginnen und Kollegen der Landesforstverwaltung Brandenburg gratulieren Robert Hinz herzlich zu seinem 90. Geburtstag. Wir wünschen ihm vor allem Gesundheit, Zufriedenheit und frohe Stunden im Brandenburger Wald und mit seiner Familie.

Dr. Carsten Leßner

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