Holzindustrie, -verbände

Rindenanteile im Industrieholzpolter bestimmen

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) hat einen Leitfaden zur Bestimmung von Rindenanteilen in Kiefernindustrieholzpoltern veröffentlicht. Basis dafür waren Ergebnisse aus dem Projekt HoBeOpt* (Optimierung der Wald-Werk-Holzbereitstellungskette), an dem die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) als Projektpartner beteiligt war.

Der Praxisleitfaden dient der schnellen Bestimmung von Rindenvolumen und Rindenmasse im Kiefernindustrieholzpolter. Die Kenntnis über den Rindenanteil ist von Vorteil, da so auch das Rohholzaufkommen im Polter besser bestimmt werden kann. Das Verfahren kann somit beim Holzverkauf oder der Eingangsvermessung im Werk unterstützen.

Dreistufiges Berechnungsverfahren

Ergebnisse aus dem Projekt HoBeOpt* zeigten zuvor, dass der Rindenanteil bei der Kiefer einer großen Bandbreite unterliegen kann. Resultierend aus den Projektergebnissen entwickelte die HNEE nun ein dreistufiges Berechnungsverfahren, das sich am Sektionsraummaß orientiert: Danach werden an festgelegten Messpunkten die Anteile der unterschiedlichen Rindentypen der Kiefer (Borke, Übergangsrinde, Spiegelrinde) geschätzt. Im Anschluss können die Werte in vorgefertigte Formeln eingesetzt und der Rindenanteil im Polter zuverlässig berechnet werden.

Der Leitfaden zur Bestimmung der Rindenanteile steht als Download unter https://hnee.de/hobeopt oder auf Nachfrage bei der HNEE als Print-Version zur Verfügung.

Projekt HoBeOpt

*HoBeOpt war ein von Juni 2019 – Mai 2022 umgesetztes Projekt zur Optimierung der Wald-Werk-Holzbereitstellungskette durch Analyse, Bewertung und Weiterentwicklung von Rundholzmessverfahren und Logistikprozessen im Rohholzhandel, gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Projektpartner: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF), Forstliche Versuchsanstalt Freiburg (FVA), Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF), Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V.

Quelle: AG Rohholz