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Rheinland-Pfalz setzt sich für Waldbesitzer ein

Rheinland-Pfalz setzt sich für Waldbesitzer ein

Rheinland-Pfalz hat sich auf der Agrarministerkonferenz am 5.9.2014 in Potsdam erfolgreich für die Waldbesitzer eingesetzt. „Gerade die für unser Bundesland prägenden kleinstrukturierten kommunalen und privaten Forstbetriebe sollen auch in Zukunft von der Einrichtung einer staatlichen Gemeinschaftsforstverwaltung profitieren“, erklärte Agrar- und Forstministerin Ulrike Höfken.
Initiative auf der Agrarministerkonferenz
 
Einen rheinland-pfälzischen Antrag zur Gewährleistung bewährter länderspezifischer Modelle zur Betreuung der Waldbesitzer haben die Länder einstimmig angenommen. „Wir fordern die Bundesregierung auf, die dazu notwendigen gesetzgeberischen Schritte zu ergreifen“, so Höfken. Nur das Gemeinschaftsforstamt könne die gesellschaftlichen Aufgaben der Wälder zum Schutz des Klimas, des Wassers, der Artenvielfalt, zur Umweltbildung und Erholung auch in Zukunft sichern.
In Rheinland-Pfalz organisiert Landesforsten mit den Gemeinschaftsforstämtern eine umfassende Betreuung für alle Waldbesitzarten, die sowohl die Arbeit der Förster in den Forstrevieren als auch Leistungen der Forstämter in Planung, fachlicher Steuerung und im gemeinschaftlichen Holzverkauf umfasst. „Diese Form der Zusammenarbeit hat sich in jeder Hinsicht bewährt. Die Gemeinschaftsforstämter arbeiten effizient und genießen eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung, bei den Waldbesitzern und in der Holzindustrie“, erklärte die Ministerin.
Hintergrund der Initiative auf der Agrarministerkonferenz seien Bestrebungen des Bundeskartellamtes, die besitzartenübergreifende Vermarktung von Nadelstammholz oberhalb eines Schwellenwertes von lediglich einem Quadratkilometer Betriebsgröße durch staatliche Verwaltungseinrichtungen zu untersagen. „Dies würde das Aus für unsere bewährten Gemeinschaftsforstämter bedeuten“, so Höfken. Der Wald in Rheinland-Pfalz befinde sich zu 50 % im Besitz der Kommunen, ein Viertel in privater und ein Viertel in staatlicher Hand. Die Forst- und Holzwirtschaft sichere rund 50.000 Arbeitsplätze.
Gentechnisch veränderte Pflanzen, Freihandelsabkommen, GAK
Gemeinsam mit den anderen Ländern hat Rheinland-Pfalz auf der Agrarministerkonferenz zudem die Bundesregierung aufgefordert, ein bundesweites Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen zügig auf den Weg zu bringen.
Bekräftigt wurde auch die Forderung nach mehr Transparenz und Demokratie bei den Verhandlungen zum geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen. „Wir fordern, dass die Bundesregierung die Länder an den Verhandlungen zeitnah beteiligt“, so Höfken.
Darüber hinaus forderten die Länder den Bund auf Initiative von Rheinland-Pfalz auf, seine Mittel für eine wettbewerbsfähige, nachhaltige und umweltschonende Land- und Forstwirtschaft (GAK) aufzustocken. Höfken: „Damit unsere ländlichen Räume die Zukunftsperspektive erhalten, die sie verdient haben, muss die Bundesregierung die Länder verstärkt unterstützen.“
MULEWF Rheinland-Pfalz

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