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Rheinland-Pfalz: Personalabbau im Forstbereich stoppen!

Rheinland-Pfalz: Personalabbau im Forstbereich stoppen!

Am 19. März überreichten Vertreter des Bundes Deutscher Forstleute (BDF) sowie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) 21.000 Unterschriften im Umweltministerium in Mainz an Forstministerin Ulrike Höfken. Diese Unterschriften waren im Zuge der gemeinsamen Resolution der forstlichen Gewerkschaften IG BAU und BDF „Pro Landesforsten – Heute braucht Forstleute“ innerhalb von acht Wochen gesammelt worden. 17.000 in händisch geführten Unterschriftenlisten und rund 4.000 Unterschriften mittels einer Online-Petition.
Mit ihren Unterschriften unterstützten 21.000 Mitbürger die Bemühungen der beiden berufsständischen Vertretungenden starken Personalabbau im Forstbereich zu stoppen und junge Nachwuchskräfte für die umfassende Betreuung der rheinland-pfälzischen Wälder einzustellen.
Rheinland-Pfalz ist als waldreichstes Bundesland zu 42 % bewaldet Tendenz steigend. Basis hierfür ist seit nunmehr 300 Jahren eine nachhaltige und ganzheitliche Waldbewirtschaftung, welche, losgelöst von Partial-Interessen, dafür Sorge trägt, dass nicht mehr Holz entnommen wird als tatsächlich nachwächst und damit die Grundversorgung des Landes mit dem Rohstoffs Holz sicherstellt. Gleichzeitig wird dabei der Arterhaltung zahlreicher im naturbelassenen Lebensraum Wald beheimateten Arten sowie dem Erholungs und Freizeitbedürfnis der Bevölkerung durch diese ganzheitliche Waldbewirtschaftung Rechnung getragen.
Verantwortlich für diese 835.000 ha Wald in Rheinland-Pfalz sind Forstleute. Diese waren nach einem über 25 Jahre währenden Personalabbau nunmehr augenscheinlich vom Aussterben betroffen, denn anders als beim rheinland-pfälzischen Wald wurde bei der Nachführung des forstlichen Nachwuchspersonals die nachhaltige Entwicklung außer Acht gelassen, wiesen der HPR-Vorsitzende Siegfried Rohs und BDF-Vorsitzende Jochen Raschdorf auf die stark rückläufige Personalentwicklung bei den Landesforsten hin. Das Durchschnittsalter liegt derzeit bei mehr als 53 Jahre. Die Mitarbeiterzahl nahm in den vergangenen 20 Jahren um über ein Drittel ab. Somit erbrachten alleine die Forstleute einen Großteil der im Jahresbericht des Rechnungshofs 2013 angegebenen 1.901 abgebauten Stellen im sonstigen Verwaltungsbereich.
Aufgrund des ungünstigen Altersaufbaus ist alleine in den kommenden 10 Jahren mit altersbedingten Abgängen von weiteren 574 der verbliebenen 1.630 Stellen zu rechnen.
 
BDF/IG BAU

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