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Rheinland-Pfalz: Nationalpark als Aushängeschild für den Naturschutz

Umweltministerin Ulrike Höfken gab am 9. Mai 2012 anlässlich der Jahrestagung der Naturschutzverwaltung in Alzey einen Überblick über die Schwerpunkte der Naturschutzpolitik der Landesregierung Rheinland-Pfalz. 

Vor den mehr als 130 Teilnehmern erläuterte Ministerin Höfken: „Die Artenvielfalt zu erhalten und die typischen Natur- und Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz zu sichern, mit diesen Kernzielen sind wir vor einem Jahr angetreten. Dazu wollen wir auch Räume sichern, in denen sich Natur ohne menschlichen Einfluss entfalten kann und stützen für alle übrigen Flächen eine naturschutzgerechte Bewirtschaftung.“ Neue Wege gehe die Landesregierung dabei auch in der Beteiligung der Bürger. Die Ausweisung des ersten Nationalparks in Rheinland-Pfalz sei hierfür ein Beispiel.

„Der Nationalpark wird ein neues Aushängeschild für den Naturschutz in Rheinland-Pfalz sein“, so die Ministerin. Es sei eine Chance, der Natur Raum zurückzugeben, ohne die Menschen außen vor zu lassen. Im Gegenteil: Naturgenuss im Wald, wandern oder reiten seien außerhalb der Kernzone erwünscht und sehr attraktiv. Die regionale Wirtschaft, wie der Tourismus könnten davon profitieren.

Ein Schwerpunkt der Naturschutzpolitik sei eine umfassende Landesstrategie zum Erhalt von Artenvielfalt. In Rheinland-Pfalz habe man konkrete Maßnahmen hierfür bereits umgesetzt. Beispiele seien die Ausweisung der FFH- und Vogelschutzgebiete auf 19,5 % der Landesfläche. Nun stehe bis zum Ende der Legislaturperioden die Ausarbeitung der Bewirtschaftungspläne für die Natura 2000-Gebiete an.

Ministerin Höfken sprach im Rahmen der Tagung auch Themenfelder an, in denen Rheinland-Pfalz Nachholbedarf habe. Dazu gehöre beispielsweise die FSC-Zertifizierung der Wälder. „In diesen Tagen hat der Club of Rome seinen Bericht vorgelegt und uns vor Augen geführt, dass sich der Klimawandel in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts dramatisch verstärken wird – aber auch, dass ein konsequentes Gegensteuern mittelfristig positiv auf Mensch und Natur wirken können“, so die Ministerin. 

MULEWF Rheinland-Pfalz

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