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Holzbau ist Paradebeispiel für Material- und Energiewende

Der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz, Dr. Thomas Griese, betonte anlässlich der Eröffnung der Mehrzweckhalle in Waldalgesheim (Landkreis Mainz-Bingen): „Holzbau ist Paradebeispiel für Material- und Energiewende.“

„Diese Mehrzweckhalle ist eine Klimaschutzhalle“, sagte Umweltstaatssekretär Thomas Griese am 28. Januar bei der Eröffnung der Mehrzweckhalle in Waldalgesheim. So besteht die neue Halle aus rund 235 m³ Holz aus dem gemeindeeigenen Wald und ist damit ein Vorbild für Klimaschutz und Wertschöpfung vor Ort. 353 t CO₂ im Vergleich zu einer konventionellen Bauweise werden hier vermieden. Dazu kommen weitere Treibhausgas-Einsparungen. Eine Solarthermie kombiniert mit einer Holz-Pellets-Heizung sorgt für Wärme und heißes Wasser aus erneuerbaren Energiequellen, eine Fotovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher liefert klimafreundlichen Strom. So produziert das Haus mehr Energie als es verbraucht.

Wichtige Impulse für eine nachhaltige Lebensweise

Das Plus-Energie-Gebäude steht damit beispielhaft für eine dringend benötigte Material- und Energiewende. „Kommunale Entscheidungsträger können wichtige Impulse für eine nachhaltige Lebensweise setzen, indem sie im öffentlichen Auftrags- und Beschaffungswesen verstärkt auf klimafreundliche Holzprodukte zurückgreifen“, so Griese.

Der Massivholzbau soll künftig sowohl für Sport- und Freizeitveranstaltungen von Vereinen und der Grundschule genutzt werden können und fördert somit das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger.

Das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten hat den Neubau im Rahmen der rheinland-pfälzischen Clusterinitiative Forst und Holz mit Landesmitteln in Höhe von 115.000 € finanziell unterstützt und honoriert damit den ökologischen und innovativen Ansatz des Gebäudes. Insgesamt betrugen die Kosten rund 600.000 €.

Bei der Eröffnung sagte Griese: „Die Klimaschutzleistungen unseres Waldes in Rheinland-Pfalz sind beachtlich, deshalb müssen wir, wie in der Walderklärung festgehalten, verstärkt auf Holzbau setzen.“ Denn im Holz sei das CO₂ gespeichert, das der Baum zum Wachsen gebraucht habe. „Rund 9,8 Mio. t CO₂ pro Jahr kompensieren unsere Wälder. Das entspricht einem Viertel aller CO₂-Emissionen in Rheinland-Pfalz.“

Red./MUEEF

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