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„Aktion Grün“ unterstützt „Weißtanneninitiative“

Die Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken, stellte im Forstamt Trier gemeinsam mit Forstamtsleiter Gundolf Bartmann die vom Artenschutzprogramm „Aktion Grün“ unterstützte „Weißtanneninitiative“ vor.

Bei der Veranstaltung, die innerhalb der Waldforen-Reihe „Wald[klima]wandel“ stattfand, betonte die Ministerin, dass eine hohe Biodiversität im Wald wichtiger denn je sei: Denn ein artenreicher Wald könne resistenter gegenüber dem voranschreitenden Klimawandel reagieren. „Mit unserer Biodiversitätsstrategie haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Waldumbau zu baumartenreichen Mischwäldern voranzutreiben. Dabei wollen wir auch Nadelbaumanteile für die Zukunft in den rheinland-pfälzischen Wäldern erhalten. Um klimatischen Entwicklungen flexibler begegnen zu können und künftig die biologische Vielfalt im Wald zu begünstigen, wollen wir den Nadelbaumanteil im Mischwald des Staatswalds langfristig auf ein Drittel stabilisieren“, so Höfken.

Förderung der Weißtanne

„Dies wollen wir unter anderem durch die Förderung der Weißtanne als vergleichsweise klimafeste Nadelbaumart in Mischwäldern erreichen. Die Weißtanne hat derzeit mit nur 0,7 % im Vergleich zur Fichte mit 20 % einen sehr geringen Baumartenanteil in rheinland-pfälzischen Wäldern und sollte für die Artenvielfalt stärker gefördert werden“, führte Höfken weiter an. Die Weißtanne eignet sich durch ihre große Schattentoleranz für Pflanzungen unter dem Kronendach alter Bäume. Das tiefgreifende Wurzelsystem senkt das Sturmwurfrisiko.

Artenschutzprogramm „Aktion Grün“

Aus Mitteln des landesweiten Artenschutzprogramms „Aktion Grün“ startete deshalb 2018 die „Weißtanneninitiative“ im Forstamt Trier, die das Umweltministerium mit 150.000 € finanziell unterstützt. „Das Modellprojekt vermittelt Waldbesitzern verschiedene Methoden zur Anpflanzung und Pflege und verdeutlicht zugleich naturschutzrelevante Aspekte der ökologisch zukunftsweisenden Baumart. Gewonnene Erkenntnisse unterstützen sie außerdem bei der Anpassung der Wälder an die Klimawandelfolgen“, sagte Höfken. Ein weiterer Baustein des Projekts befasst sich mit Verbissschutzmaßnahmen an jungen Bäumen.

 

Das Umweltministerium hat die „Aktion Grün“ 2017 ins Leben gerufen, welche die Biodiversitätsstrategie des Landes mit vielen verschiedenen Naturschutzmaßnahmen umsetzt. Sie besteht aus neun Programmteilen: vom Moorschutzprogramm über Artenschutzkonzepte, Biotopvernetzung und Grünlandschutz bis zum Erhalt von Kulturpflanzen sowie Nutztierrassen. Detaillierte Informationen zum Landesprogramm „Aktion Grün“ sind online abrufbar unter: https://aktion-gruen.de/

Red./MUEEF RP

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