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Rettungsübung aus der Luft

Rettungsübung aus der Luft

Am 17. September fand im Bereich des Forstamtes Neuenburg eine durch den Sicherheitsbeauftragten des Forstamtes, Hans-Jürgen Ortgies, organisierte Rettungsübung in unwegsamem Waldgelände statt. Ziel war es, die Rettungskräfte schnellstmöglich zum Verunglückten zu führen. Nach der Rettungsübung diskutierten die Förster zusammen mit Maren Manzke, Leiterin der Einsatzleitstelle Friesland-Wilhelmshaven und den beiden beteiligten Notärzten Dr. Henning Fründt und Dr. Carsten Raufhake den Ablauf der Aktion.Nach dem inszenierten Herzinfarkt mitten in einem moorigen Teil des Upjever Forstes setzten die Kollegen des zusammengebrochenen Forstwirtschaftsmeisters Ortgies die Rettungskette in Gang. Binnen 20 Minuten nach Benachrichtigung der Einsatzleitstelle waren die Rettungskräfte vor Ort. Kurz darauf kam der Notarzt. Da der Verunglückte aus dem unwegsamen Gelände nicht einfach geborgen werden konnte, wurde der Rettungshubschrauber „Christoph 26“ angefordert. Eine Landung war nicht möglich und so nutzte der begleitende Arzt Dr. Henning Fründt die im Helikopter integrierte Seilwinde, um sich zum Kranken abzuseilen und diesen nach der Versorgung am Boden an Bord des Rettungshubschraubers in das nächste Krankenhaus zu fliegen. Auch für die Helikopter-Mannschaft war dieser Einsatz mit Hilfe einer Seilwinde, die sonst nur zur Bergung auf See eingesetzt wird, nicht alltäglich. Daher trafen sich Hubschrauberbesatzung und Forstamtsmitarbeiter am 12. Oktober zu einer weiteren Übung. Ohne Patient ging es diesmal darum, das Arbeiten mit der Winde in Waldstrukturen zu trainieren. Die Arbeit mit der Seilwinde wurde in verschiedenen Situationen erprobt. So wurde zum Beispiel das Aufseilen eines Patienten im Liegen und im Sitzen geübt. Maren Manzke, Geschäftsführerin der Leitstelle „Friesland-Wilhelmshaven“ betonte, wie wichtig der Übungseffekt solcher Einsätze sei. Rund 100 Notfalltreffpunkt-Schilder hat das Forstamt Neuenburg im Jahr 2013 im Wald aufgestellt, um die Rettungskräfte bei einem Unfall im Wald über den Notruf 112 dorthin führen zu können. In ganz Niedersachsen gibt es 2.000 solcher Rettungspunkte im Landeswald. Die Punkte gehören zum betrieblichen Sicherheitssystem. Da sie oft an Parkplätzen und öffentlichen Waldeingängen eingerichtet sind, können auch Waldbesucher davon profitieren. Diese sollten verstärkt auf die Rettungspunkte in den Niedersächsischen Landesforsten hingewiesen werden, die auch über verschiedene Handy-Apps zu finden sind.

Rainer Städing/NLF

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