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Renaturierungsmaßnahmen im Nationalpark Eifel

Renaturierungsmaßnahmen im Nationalpark Eifel

Die in der Eifel nicht gebietsheimischen Fichten finden sich an vielen Stellen im Nationalpark Eifel. Im Süden des Großschutzgebiets nehmen sie unter anderem als Folge der beiden Weltkriege sehr große Flächen ein. Dem Ziel des Nationalparks entsprechend, einheimische Laubwälder mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt zu schützen, gehört dieser Bereich des Großschutzgebietes zu den langfristigen Entwicklungsbereichen. Die aktive Entwicklung wird dort voraussichtlich mehr als 30 Jahre dauern bis die Waldflächen sich selbst überlassen bleiben können.  Ab August sollen im Süden des Nationalparks Eifel die letzten großen Waldmaßnahmen zur Renaturierung von Bachtälern starten. Dann werden am Wüstebach großflächig Fichten entnommen, um Wälder aus gebietsheimischen Baumarten zu entwickeln.
„Wir möchten hier im Nationalpark dem gebietsheimischen Birken/ Erlenwald auf den Feuchtstandorten entlang der wertvollen, FFH-geschützten Bachtäler seinen Lebensraum zurückgeben“, so Dr. Michael Röös von der Nationalparkverwaltung. Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich begleiten die Entwicklung in den kommenden Jahren im Rahmen des Vorhabens TERENO (Terrestrial Environmental Observatories). Gemeinsam mit zahlreichen Forschungspartnern wollen sie erstmals langfristig und kontinuierlich untersuchen, welche Auswirkungen dies auf Vorräte und Kreisläufe wichtiger Stoffe, wie des klimarelevanten Kohlendioxids (CO2) hat. Die Maßnahmen sind auch Teil des laufenden LIFE+-Projektes zur naturschutzfachlichen Verbesserung der europäischen NATURA2000-Schutzgebiete im Nationalpark.  
Für die Bodenwissenschaft ist die Überführung von nicht heimischem Fichtenwald in Wälder mit heimischen Baumarten ein spannender Vorgang. Wie reagiert die Umwelt auf die Entfernung eines rund acht Hektar großen Fichtenwaldes? Wie ändern sich kurz-, mittel- und langfristig Wasser-, Kohlenstoff- und Stickstoffhaushalt? Bislang gibt es keine auf über ein Jahrzehnt angelegten Untersuchungen. Der Wüstebach ist dafür gut geeignet. Seit 2009 ist das Gebiet ein mit zahlreichen Messapparaturen ausgestatteter Standort von TERENO, einem auf rund 15 Jahre angelegten Forschungsvorhaben der Helmholtz-Gemeinschaft zur Untersuchung der Folgen des Klimawandels. Dort arbeiten Helmholtz-Zentren, Universitäten und andere Forschungseinrichtungen eng zusammen, um unter anderem Bodenfeuchte, bodenphysikalische Eigenschaften wie etwa Struktur sowie den Austausch von Treibhausgasen zwischen Boden und Atmosphäre  kontinuierlich zu erfassen. „Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass der Untersuchungsbereich ein geschlossenes Wassereinzugsgebiet ist. Das heißt, wir können die Wasser- und Stoffflüsse genau bilanzieren“, erläutert Dr. Thomas Pütz vom Bereich Agrosphäre des Forschungszentrums Jülich. 
Nationalparkforstamt Eifel

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