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Warten auf hochwertige Weiterverarbeitung: Wertholzstämme auf dem Submissionsplatz ?Oberes Holz? in Jesberg. Foto: Forstamt Jesberg

Rekorderlöse auf Buntlaubholz- und Eichenwertholzsubmission in Jesberg

Die alte Försterweisheit „Eiche geht immer“ hat sich auch in diesem Jahr wieder bewahrheitet: Die Eiche punktete mit Spitzenwerten bei den Durchschnittserlösen – HessenForst ist mit den Ergebnissen der diesjährigen Buntlaubholz- und Eichenwertholzsubmission in Jesberg sehr zufrieden.

Der Durchschnittserlös von 531 €/Fm über alle Holzarten ist der höchste der bisherigen 24 Submissionstermine. Rekordhalter ist ein Riegelahorn aus dem Forstamt Nidda: Der Stamm brachte einen Spitzenerlös von rund 19.600 €.
„Die Ergebnisse der Submission bestätigen erneut, dass wir in Hessen über Holz von ausgezeichneter Qualität verfügen,“ stellte Karl Gerhard Nassauer, Leiter des Forstamtes Jesberg nach der Auswertung der Ergebnisse zufrieden fest.
In diesem Jahr boten 28 hessische Forstämter und eigenständige Forstverwaltungen 2.623 Fm Wertholz an (2016: 1.836 Fm). Auf den Wertholzplätzen „Oberstes Holz“, „Pfefferhöhe“ und „Kranichstein“ konnten Kunden für 16 Laubbaumarten (Eiche 64 %, Esche 23 %) ihr Gebot abgeben.
Mit leicht veränderter Kundenstruktur beteiligten sich 45 Laubholzbieter (2016: 44). Hiervon stammen 24 aus dem Bereich der Sägewerke und des Holzhandels. Die anderen 21 Kunden sind im Handwerk tätig oder stellen Fassdauben her. Bieter aus Frankreich, Polen, Luxemburg und Österreich nahmen den Weg nach Hessen auf sich, um ihre Gebote abzugeben.
Die Submission in Jesberg erzielte einen Gesamterlös von rund 1,26 Mio. € (2016: 856.500 €). Der Durchschnittserlös von 531 €/Fm über alle Holzarten lag rund 13 % über dem Vorjahresniveau (2016: 469 €/Fm). Etwa 9 % des angebotenen Holzes blieben ohne Gebot. Rückläufiges Bieterinteresse stellte HessenForst insbesondere beim Eschenholz fest, welches den Großteil des unverkauften Holzes ausmachte.
Eiche: Wie in den vergangenen Jahren stellte die Eiche auch in diesem Jahr mit 64 % größten Anteil des Holzangebots auf den drei Wertholzlagerplätzen: Insgesamt hatten die verkaufenden Betriebe rund 1.680 Fm Eichenholz zusammengestellt (2016: 1.250 Fm). Die Angebotsmenge lag rund 34 % höher als im Vorjahr. Gleichwohl setzt sich der positive Ergebnistrend der vergangenen Jahre fort. Das bereits sehr gute Vorjahresergebnis von 578 €/Fm wurde mit einem Durchschnittserlös von 616 €/Fm noch einmal übertroffen – ein neuer Spitzenwert.
Esche: Das erheblich ausgeweitete Mengenangebot von Esche (614 Fm, + 63 % gegenüber 2016) stieß auf zurückhaltende Bieterresonanz. Der positive Markttrend der vergangenen beiden Jahre hat sich damit nicht fortgesetzt. Der durchschnittliche Erlös sank auf 219 €/Fm (2016: 235 €/Fm). Etwa ein Drittel der Angebotsmenge blieb – qualitätsunabhängig – ohne Gebot. Das Ergebnis deutet auf eine Marktsättigung bei Eschenholz hin – ggf. spielen die Zwangsnutzungen aufgrund des Eschentriebsterbens hierbei eine Rolle.
Bergahorn, Kirsche: Große Überraschung bei kleiner Angebotsmenge: Der Durchschnittserlös stieg beim Bergahorn (56 Fm) stark auf 876 €/Fm an (2016: 223 €/Fm). Grund dafür sind hohe Gebote für einzelne Riegelahorne. Der teuerste Bergahorn erzielte mit einem Volumen von 2,53 Fm einen Rekorderlös von 19.602 €. Das Preisniveau der Kirsche (92 Fm) weist mit 273 €/Fm eine leichte Tendenz nach oben auf (Vorjahr: 255 €/Fm).
Andere Holzarten: Die übrigen Holzarten waren nur mit geringen Mengenanteilen vertreten. Ein erfreulicher Neuzugang auf dem Wertholzplatz waren 52 Fm Schwarznussholz. Diese stießen bei der Bieterschaft auf großes Interesse und erzielten prompt den höchsten Durchschnittserlös mit 976 €/Fm.
HessenForst
Warten auf hochwertige Weiterverarbeitung: Wertholzstämme auf dem Submissionsplatz ?Oberes Holz? in Jesberg. Foto: Forstamt Jesberg Gesamtegebnis Buntlaubholz- und Eichenwertholzsubmission Jesberg 2017. Quelle: HessenForst

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