Holzverkauf und Holzpreise

Rekorderlös: Eiche in Pretzfeld über 20 % teurer

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

 

Auf der Wertholzsubmission im oberfränkischen Pretzfeld brach die Eiche einen weiteren Preisrekord. Auch die Buche erzielte wieder etwas höhere Erlöse. Das Mengenangebot ging insgesamt allerdings deutlich zurück.

Am 19. Januar 2021 fand die Laubwertholzsubmission der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberfranken in Pretzfeld statt. Angeboten wurden 315 Fm Wertholz aus Ober- und Mittelfranken in 297 Einzelstammlosen. 27 Käufer gaben Gebote ab.

Neuer Rekord für die Eiche

Die Eiche, die in den vergangenen Jahren für immer neue Rekordpreise sorgte, schaffte das diesmal auch in Pretzfeld. Ihr Durchschnittspreis stieg im Vergleich zum Vorjahr um über 100 € auf 624 €/Fm. Das sei der bei weitem der höchste Durchschnittserlös für Eiche in der jahrzehntelangen Geschichte der Pretzfelder Submission, erklärt Jörg Ermert, Geschäftsführer der FV Oberfranken.

Das höchste Gebot erhielt eine Eiche aus der WBV Fränkische Schweiz. Der 4,8 m lange und 73 cm starke Stamm brachte 1.480 €/Fm. Der teuerste Stamm kam aus der WBV Hollfeld. Die Eiche mit 7,36 Fm Volumen wurde mit 818 € je Festmeter beboten und brachte insgesamt 6.020 €.

Weitere Erlöse

Die Esche war leicht rückläufig und brachte im Schnitt 175 €/Fm. Die Buche erlöste im Schnitt knapp 164 €/Fm, ein Plus von über 10 €/Fm gegenüber dem Vorjahr und sogar über 30 €/Fm gegenüber 2019. Die Roteiche, die im Vorjahr nicht angeboten wurde, kam auf durchschnittlich 155 €/Fm. Deutlich niedriger als im Vorjahr wurde mit durchschnittlich 269 €/Fm der Bergahorn bewertet, der allerdings 2020 mit 592 €/Fm Durchschnittserlös und einem Spitzengebot von über 11.000 €/Fm ein außergewöhnlich gutes Ergebnis erzielt hatte.

Alternative Baumarten

Außergewöhnlich war das Angebot eines Mammutbaums. Dieser erzielte einen Preis von 222 €/Fm. Außerdem erlöste eine Robinie 370 €/Fm und eine Esskastanie 250 €/Fm. Das ermutige, angesichts des Klimawandels auch alternative Baumarten auszuprobieren, so Ermert.

Geringeres Angebot

Einen Wermutstropfen sehen die Veranstalter im insgesamt deutlich niedrigeren Angebot an Stämmen gegenüber den Vorjahren. Die Menge ist gegenüber 2020 um mehr als 200 Fm eingebrochen. Fast der gesamte Rückgang ging zulasten der Eiche, von der nur 108 Fm angeboten wurden. Inwieweit diese Verknappung für den Preisrekord verantwortlich war, ist unklar. Als mögliche Gründe für die geringere Bereitstellung vermutet Ermert Coronakrise und die Käferkalamität, deretwegen die Waldbesitzer weniger hatten.

Wertholzsubmission Pretzfeld 2021
Tabelle: FV Oberfranken
Quelle: FV Oberfranken