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Rekord bei weltweitem Handel mit Nadelschnittholz

Der globale Nadelschnittholz-Handel erreichte im Jahr 2017 laut Wood Resource Quarterly einen neuen Rekordwert, da die Nachfrage in den meisten Schlüsselmärkten hoch war.

Geschätzte 126 Mio. m³ wurden aus waldreichen Ländern, wie Kanada, Russland, Schweden und Finnland, in bedarfsstarke Länder, wie China, die USA, Großbritannien, Japan und Deutschland, verschifft. Seit der Rezession 2008 stieg der Schnittholzhandel um 50 %. Aufgrund der wirtschaftlichen Aussichten in den USA und Europa sollte 2018 ein weiteres gutes Jahr für Schnittholzexporteure werden, heißt es.

Die Nadelschnittholz-Produktion in den USA erreichte 2017 das höchste Level seit zehn Jahren. Die größte Steigerung gab es in den südlichen Staaten. Der Zuwachs in der heimischen Produktion war das Ergebnis der sinkenden Nachfrage nach importierter Ware. Der Holzbedarf in den USA stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1%. Der hohe Bedarf führten Ende 2017 und zu Beginn 2018 auch zu Rekordpreisen.

In Finnland erreichte die Nadelrundholz-Produktion 2017 ebenfalls ein Zehnjahreshoch von 11,9 Mio. m³. Dieses sei auf die gestiegenen Ausfuhren, vor allem nach China, zurückzuführen. Die hohe Nachfrage nach Holz aus Europa, Asien und den USA Ende 2017 habe die Exportpreise in den nordischen Ländern auf das höchste Niveau seit fast drei Jahren getrieben, schreibt Wood Resource Quarterly.

In den vergangenen zwei Jahren kletterten die Preise für importiertes Schnittholz nach China stetig nach oben. Im Januar erreichten sie das höchste Level seit März 2015. Während Lieferungen von Russland und Nordamerika üblicherweise günstiger sind, sind die Importe aus Chile, Schweden und Finnland wesentlich teurer. Russland und Kanada waren auch 2017 die größten Lieferanten. Deren Anteil sank dennoch von 81 % 2015 auf 76 % im vergangenen Jahr. Die Holzimporte Japans stiegen im vergangenen Jahr das zweite in Folge. Die Lieferungen aus Kanada gaben nach, während jene aus Finnland und Schweden zulegten.

Von 2007 bis 2015 wuchs der Markt im Mittleren Osten und Nordafrika (Middle East and North Africa – MENA) rasant. Das Wachstum erreichte 2015 den Höhepunkt mit 11,5 Mio. m³. Seitdem sind die Importmengen aber um 20 % auf geschätzte 9 Mio. m³ im vergangenen Jahr gesunken. Der Rückgang war das Ergebnis der finanziellen und politischen Unsicherheiten in vielen MENA-Ländern. Darüber hinaus richteten Finnland und Schweden ihre Verkäufe neu aus, um die wachsende Holznachfrage in China und anderen europäischen Ländern zu decken.

holzkurier.com

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