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Reifendruckventile ausgemustert

Reifendruckventile ausgemustert

Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) machen beim Forwardereinsatz in Zukunft keine verbindlichen Vorgaben mehr zur maximalen Radlast. Bisher wurden i.d.R. Radlasten bis zu 4,5 t toleriert, Werte unter 4,0 t galten als optimal und Lasten darüber waren nicht mehr erwünscht, weil sie wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge das Risiko von Grundbrüchen stark erhöhen. Um den Bodenschutz zu gewährleisten, setzen die BaySF nun auf den Einsatz leichter Maschinen. Bei normalen Kurzholzhieben soll die Nutzlast eines Forwarders nicht über 12 t liegen. Bei größeren Maschinen sollen die Hersteller die Nutzlast begrenzen. Unternehmer mit Maschinen unter 12 t Ladekapazität erhalten bei der Bewertung der Angebote Zusatzpunkte für die technische Ausstattung.Entfallen wird in Zukunft zudem die Pflicht, Reifenfülldruckanzeigen zu verwenden. Mit ihnen sollte auf einen Blick erkennbar sein, ob der Unternehmer den Reifeninnendruck auf ein möglichst bodenschonendes Maß abgesenkt hat. Weil sich die Reifendruckventile in der Praxis aber nicht durchgesetzt haben, setzen die BaySF nun auf eine weitere Vergrößerung der Aufstandsflächen. Möglich ist dies zum Beispiel mit 800 mm breiten Reifen, durch den Einsatz von Bogiebändern oder mit Zehnradfahrwerken. Auch diese Strategie ist bei den Unternehmern aber umstritten, weil z.B. der Hersteller NAF bei 800 mm breiten Reifen keine Garantie mehr für Schäden an den Bogieachsen gewährleistet.

Oliver Gabriel

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