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Regionaltagung des Forstbezirkes Leipzig

Regionaltagung des Forstbezirkes Leipzig

Bereits zum siebten Mal konnte Forstdirektor Andreas Padberg, Leiter des Forstbezirkes Leipzig – Staatsbetrieb Sachsenforst, am 18. März diesen Jahres in Wermsdorf  Waldbesitzer aller Eigentumsformen, Behörden- und Verbandsvertreter sowie Dienstleister und Unternehmern der Forst- und Holzbranche aus ganz Sachsen begrüßen.
Die jeweils im Frühjahr vom Forstbezirk Leipzig durchgeführte Tagung erfreut sich seit Beginn einem regen Zuspruch, mit 136 Teilnehmern traf das diesjährige Thema auf besonderes Interesse.
Erstmals wurde die Veranstaltung auch unter Einbindung der TU Dresden sowie des Sächsischen Waldbesitzerverbandes durchgeführt. Dessen Vorsitzender, Prof. Dr. Andreas W. Bitter betonte in seinem Grußwort, dass es wichtig sei, als Waldbesitzer einheitlich aufzutreten – Veranstaltungen wie die Regionaltagung leisteten dazu einen wichtigen Beitrag.

Messung und Sortierung von Rohholz
 
Nachdem bei den letztjährigen Tagungen verschiedene Themen von der Eichenbewirtschaftung, bodenschonenden Holzernte, Naturschutz im Wald bis zur Forstförderung behandelt wurden, stand in diesem Jahr die Messung und Sortierung von Rohholz im Mittelpunkt. Den Anlass dazu gab die Rahmenvereinbarung zur Sortierung von Rohholz (RVR) als neue Grundlage zur wertschöpfenden Einteilung des Holzes und seines Verkaufs.
Theoretischer Teil
Die Regionaltagung des Forstbezirkes besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der erste Teil fand wieder in einem Saal der Jagdresidenz Hubertusburg mit zwei Vorträgen statt. Ein Anliegen der Tagung ist es, Wissen aus der Theorie in die Praxis zu transferieren.
Dazu passend referierte Prof. Dr. Dr. habil. Claus-Thomas Bues, Professur für Forstnutzung der TU Dresden, in einem ersten Fachvortrag anschaulich und auch unterhaltsam angereichert mit (Selbst-)Kritik und Polemik zum Sinn und Zweck der Rohholzsortierung sowie sortierentscheidender Holzmerkmale.
Den Bogen zur RVR schlug dann Clemens Kurth aus dem Holzmarktreferat der Geschäftsleitung des Sachsenforstes in dem Folgevortrag.
Praktischer Teil
Mit diesem theoretischen Wissen ausgestattet und gestärkt nach der Kaffeepause ging es dann auf den Kirchenteichparkplatz im Wermsdorfer Wald. Hier hatten Mitarbeiter des Forstbezirkes vier Stationen aufgebaut, bei denen die Teilnehmer aufgeteilt in Gruppen und unterstützt durch einen Exkursionsführer ihr Wissen vertiefen und praktisch anwenden konnten. Neben der korrekten Anwendung der Messwerkzeuge, dem Erkennen und richtigen Beurteilen der Holzmerkmale wurden praktisch ein Schichtholzpolter vermessen sowie Kiefern- und Eichenstammholz nach RVR sortiert.
Besonders deutlich wurde die Bedeutung einer wertschöpfende Aushaltung und Sortierung am Beispiel eines Eichenstammes, der nach den Kriterien der RVR eingeteilt und mit entsprechender Marktkenntnis vermarktet, den siebenfachen Brennholzerlös erwarten lässt. Diese Botschaft hat die anwesenden Waldbesitzer sicher erreicht!
Fortbildung für Waldbesitzer
Im Forstbezirk Leipzig ist die Regionaltagung neben vielen dezentralen auf Revierebene durchgeführten Fortbildungsveranstaltungen für Waldbesitzer ein Baustein, Themen zu setzen, die in der individuellen Beratung und Betreuung privater und körperschaftlicher Waldbesitzer aufgegriffen werden bzw. auch die Nachfrage dazu wecken. 
Forstbezirk Leipzig

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