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Neue Regelungen für Forstunternehmer in FSC-zertifizierten Wäldern

Neue Regelungen für Forstunternehmer in FSC-zertifizierten Wäldern

Bereits im Jahre 2011 hat die Mitgliedschaft entschieden, dass Lohnunternehmer in FSC-zertifizierten Wäldern ihre Angestellten tariflich entlohnen müssen. Jetzt ist diese nationale Regelung durch den FSC International akkreditiert und damit konkrete Forderung einer jeden FSC-Zertifizierung im Wald. Übergangsfristen sind bewusst nicht vorgesehen, so dass diese Regelung unmittelbar am 1.7.2012 in Kraft tritt.
Tarifliche Entlohung
Gemäß der Neuregelung müssen Unternehmer auch für alle eventuell nachgelagerten Unternehmer/Subunternehmer die tarifliche Entlohnung sicherstellen. Die Regelung gilt nicht nur für forstliche Tätigkeiten, sondern auch solche aus dem Bereich des Garten- und Landschaftsbaus, die ebenfalls im Wald durchgeführt werden. Existieren in einem Bundesland keine entsprechenden Verträge, kommen die im jeweiligen Bundesland geltenden Tarifverträge für die Waldarbeiter des öffentlichen Dienstes zur Anwendung.
Harald Schaum, Vorstand der IG BAU meint dazu: „Was die Politik bisher nicht geschafft hat, nämlich einen einheitlichen Mindestlohn für den Forstsektor umzusetzten, regelt der FSC für seine Forstbetriebe jetzt selbstständig. Damit wird sehr klar, dass der FSC nicht nur in naturschutzfachlichen Fragen, sondern auch bei sozialen Anforderungen einen deutlichen Unterschied macht zu nicht-FSC-zertifizierten Forstbetrieben.“
Qualitätsmanagement beim Lohnunternehmereinsatz
Alle Lohnunternehmer, die in FSC-zertifizierten Wäldern eingesetzt werden,  müssen durch den FSC-zertifizierten Forstbetrieb im Rahmen der Qualitätssicherung kontrolliert werden. Der Forstbetrieb muss dabei sicher stellen, dass die für Lohnunternehmer relevanten Anforderungen des Deutschen FSC-Standards eimmal jährlich, vor Ort und einzelbetrieblich überprüft werden. Die Forstbetriebe können sich dafür eines externen Zertifizierungssystems bedienen. Die qualitativen/systemaren Ansprüche an die Prüfung (jährlich, einzelbetrieblich, vor Ort) erfüllt z.B. das RAL Zertifikat GZ 244. Da die neue Regelung zu einem deutlich zunehmenden Einsatz von RAL-zertifizierten Unternehmen führt und viele Unternehmer diese Zertifizierung erst werden durchführen müssen, wird den Forstbetrieben hier eine Übergangsfrist von 12 Monaten eingeräumt.
 

www.fsc-deutschland.de

 
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