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Erweiterung der Rohstoffbasis für Spanplattenproduktion

Erweiterung der Rohstoffbasis für Spanplattenproduktion

Der Holzverarbeiter Ludwig Kuntz GmbH produziert Spanplatten aus frischen Holzspänen, dabei fallen rund 5 bis 10 % Reststoffe bei der Verarbeitung an. Künftig wird es zunehmend wirtschaftlich interessant, diese Reststoffe wieder sinnvoll zu verwerten. Die bislang hierfür genutzten thermohydrolytischen und chemischen Verfahren sind jedoch energieintensiv und damit teuer, auch gehen sie mit erheblichen Emissionen einher. Die Ludwig Kuntz GmbH testete deshalb erfolgreich einen effizienten Verfahrensansatz, um Produktionsreststoffe der Spanplattenherstellung (Recyclingspäne) mit Hilfe von kondensierten Tanninen oder Tanninformaldehydharzen als Bindemittel wieder in den Prozess einzuschleusen.
Eine hydrolytische Aufspaltung des Aminoplastharzes in Recycling-Spanplatten und die darauffolgende Trocknung der Recyclingspäne sind nicht erforderlich, so dass im Vergleich zu anderen bekannten Recyclingverfahren erhebliche Kosten und Energie eingespart werden. Noch sind weitergehende Versuche zur Übertragung des Verfahrens auf den Praxismaßstab nötig. Grundsätzlich birgt der Ansatz aber große ökonomische und ökologische Potenziale.

Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert (Förderkennzeichen 22026007).

 

Zum Abschlussbericht

 
FNR

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