Forstbetrieb

Rechtliches zum Verbleib von Wuchshüllen im Wald

Bearbeitet von Jörg Fischer

In einer Vorstudie anhand zweier ausgewählter Bundesländer machen die Autoren um Sebastian Hein in AFZ-DerWald 17 2021 deutlich, dass es mit geltendem Recht nicht vereinbar ist, Wuchshüllen nach Ende ihres Verwendungszwecks im Wald zurückzulassen.

Gegenstand dieser Voruntersuchung war es, am Beispiel der Bundesländer Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen herauszufinden, welche Bundes- bzw. Landesgesetze und Normen bei der Betrachtung des Rückbaus von Wuchshüllen anzuwenden sind und welche Konsequenzen sich daraus für Forstbetriebe und hoheitliche Aufgaben ergeben.

Die Vorgaben der Kreislaufwirtschaft sehen vor, dass Abfälle zu allererst vermieden werden müssen. Dieser Aspekt ist im Kontext von Wuchshüllen von besonderer Bedeutung, da deren Einsatz im aktuellen Umfang auch als Folge eines oft nicht ausgewogenen Gleichgewichts von Wald und Wild verstanden werden kann. Zwei künftige Entwicklungen sind für Wuchshüllen zu erwarten: Zum einen neuartige Wuchshüllen, zertifiziert und nachgewiesenermaßen in Waldböden rückstandslos und vollständig abbaubar, hergestellt aus nachwachsenden Rohstoffen und funktionsgleich zu bisherigen Hüllen. Zusätzlich sollte eine detaillierte Ökobilanzierung als Nachweis der Vorteilhaftigkeit gegenüber konventionellen Wuchshüllen vorliegen. Zum anderen braucht es sehr dauerhafte Wuchshüllen, die nach geltendem Recht rückgebaut werden müssen und evtl. mehrfach verwendet werden und deren Material wiederverwertet oder entsorgt wird, aber die auch aufgrund ihrer nachgewiesenen Festigkeit keine Plastikreste im Wald zurücklassen.

Die eingangs erwähnte Vorstudie ist Teil des durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR)/Waldklimafonds (WKF) geförderten Projektes [TheForestCleanup] (Förderkennzeichen 2219NR425). Infos zum Projekt: www.theforestcleanup.de/

Weitere Informationen erhalten Sie in der digitalen Ausgabe von AFZ-DerWald.