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Die Projektpartner des Forschungsvorhabens ?Rapster?

Rapster

Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) haben einen John Deere 1470G gekauft, der mit Rapsölkraftstoff betrieben werden soll. Nachdem die steuerliche Begünstigung von Biodiesel vor Jahren zusammengestrichen wurde, ist das Interesse an solchen Alternativen zwar erlahmt. Die BaySF haben sich bei ihrem Harvester dennoch dafür entschieden, weil sie sich als Staatsbetrieb verpflichtet fühlen, umweltfreundliche, klimaneutrale Alternativen zu fossilen Kraftstoffen zu erproben.Begleitet wird die Maschine durch das Forschungsprojekt Rapster, das vom Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Straubing koordiniert wird. Das John Deere European Technology Innovation Center (ETIC) in Kaiserslautern hat den 9-l-Motor der Abgasstufe IV auf den Einsatz mit Rapsölkraftstoff nach DIN 51605 vorbereitet. Wenn die Messergebnisse aus dem Normalbetrieb vorliegen, wird die Firma Donauwald Forstmaschinen in Kirchroth den Harvester zusammen mit den JohnDeere-Spezialisten für den reinen Rapsölbetrieb umbauen. Vorgesehen sind eine Tankheizung, beheizbare Dieselleitungen mit größerem Durchmesser, ein kleiner Zusatztank mit Normaldiesel für die Standheizung und eine Anpassung der Motorsoftware.Wie Projektleiter Dr. Edgar Remmele vom TFZ mitteilt, lassen sich mit Rapsölkraftstoff pro Jahr rund 75 t Kohlenstoffdioxid einsparen. Zudem ist Rapsöl nicht wassergefährdend, die Maschine könnte daher sogar in Wasserschutzgebieten betankt werden. Gefördert wird das 660 000 € teure Vorhaben mit rund 426 000 € durch das Bayerische Wirtschaftsministerium.

TFZ/Red.
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