Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Zur Quantifizierung des Vorrates an Laubholz mit niedriger Umtriebszeit in Niedersachsen [Kurzbeitrag]

Quelle: Forstarchiv 82: 1, 26-28 (2011)
Autor(en): FISCHER C, OVERBECK M, SPELLMANN H

Hintergrund Die Bundeswaldinventur (BWI) erlaubt als systematische Großrauminventur stratifizierte Aussagen für verschiedene Befundeinheiten (z. B. Holzvorräte in Bundesländern) und stellt zugleich eine geeignete Datenbasis für Holzaufkommensprognosen dar (Hansen et al. 2008). Entsprechende Berechnungen wurden vor allem für die Hauptbaumarten Buche, Eiche, Fichte und Kiefer erstellt (BMELV 2005, Polley und Kroiher 2006), während auf die Gruppe der Laubhölzer mit niedriger Umtriebszeit (ALn) nur selten Bezug genommen wird. Zudem erfolgte bei Hochrechungen von Holzvorräten oder ertragskundlichen Kenngrößen bisher keine Einzelbetrachtung der in dieser Gruppe zusammengefassten und z. T. forstwirtschaftlich relevanten Baumarten wie Birke, Erle oder Pappel, deren künftige waldbauliche Eignung auch aufgrund guter Anpassungsfähigkeiten an klimatische Extrembedingungen als positiv bewertet wird (Matthes et al. 2009). Der ansteigende Holzeinschlag in Deutschland von 40 Mio. m³ im Jahr 2001 auf 77 Mio. m³ in 2007 (Statistisches Bundesamt 2009) sowie die im gleichen Zeitraum zunehmende Holzverwendung im stofflichen und energetischen Sektor von 80 Mio. m³ auf 125 Mio. m³ (Mantau 2009) lassen mittelfristig eine verstärkte Konkurrenz auf dem Rohholzmarkt erwarten. Vor diesem Hintergrund erscheint eine nähere Betrachtung des bisher wenig beachteten Laubholzes mit niedriger Umtriebszeit sinnvoll.


© DLV München

 

Auch interessant

von