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Schwarznuss stellte eine Gesamtmenge von 95 Fm. Foto: WV Österreich

Qualität und Dimension: die österreichischen Submissionen 2014

Am 20. – 24. Januar wurden die Wertholzsubmissionen der Waldverbände in Heiligenkreuz (Niederösterreich), St. Florian (Oberösterreich) und Großwilfersdorf (Steiermark) abgehalten. Zwischen 21 und 28 Käufer aus Österreich und den umliegenden Nachbarländern, konnten sich über ein qualitativ hochwertiges Angebot freuen. Gegenüber dem Vorjahr brachten höhere Qualitätsanforderungen zwar ein um rund 11 % geringeres Wertholzangebot (1491 Lose) über alle drei Standorte mit sich, jedoch entfielen mit 8807 Geboten um knapp 17 % mehr Angebote auf die Stämme. Mit rund 78 % der Gebote waren die Eiche, Schwarz- und Walnuss die gefragtesten Baumarten.Bei einem Volumenrückgang um rund sieben Prozent von 1739 Fm in 2013 auf 1612 Fm stieg der Durchschnittspreis über alle drei Standorte auf 376 €/Fm. Das bedeutet ein Plus von 13 €/Fm bzw. 3,3 %. Im Zusammenhang mit dem zuvor genannten Rückgang der Stücklose, spricht dieses Ergebnis für stärkere Dimensionen der angelieferten Stämme. „Holzqualität und Dimension sind die wesentlichen wertbestimmenden Faktoren. Der eingeschlagene Weg, auf die Holzqualität besonders Wert zu legen, hat sich einmal mehr bewährt“, unterstreicht der Obmann des Waldverbands Österreich Rudolf Rosenstatter.Höchstes Gebot für RiegelahornDie Durchschnittspreise über alle Baumarten und Sortimente lagen in Oberösterreich bei 400 €/Fm (2013: 404 €/Fm), in Niederösterreich bei 368 €/Fm (2013: 334 €/Fm) und der Steiermark 359 €/Fm (2013: 352 €/Fm). Neben der Eiche mit einer Gesamtmenge von 1002 Fm waren Bergahorn (119 Fm) und Schwarznuss (95 Fm) die drei Hauptbaumarten. Zusammen machten sie knapp 75 % des 28 Baumarten umfassenden Wertholzangebots aus. In Niederösterreich fiel das höchste Gebot mit 1411 €/Fm auf eine Elsbeere und in Oberösterreich mit 3195 €/Fm auf einen Riegelahorn. In der Steiermark erzielte eine Walnuss mit 2122 €/Fm das höchste Gebot. Spitzenpreise pro Festmeter wurden auch wieder für Schwarznuss (2100 €/Fm), Birne (1266 €/Fm), Kirsche (1013 €/Fm) und Zwetschge (656 €/Fm) erzielt.Nadelwertholz in Vorarlberg und TirolDie dritte Nadelwertholzsubmission in Vorarlberg am 29.11.2013 war mit 223 Fm gegenüber dem Vorjahr noch einmal um fast 20% im Volumen zurückgegangen. Der Durchschnittspreis lag bei 187 €/Fm (2012: 177 €/Fm ). Das Höchstgebot fiel mit 410 €/Fm (2012: 313€/Fm) auf eine Fichte. Die Veranstaltung ist nach wie vor bei der Kundschaft umstritten. Stellenweise wird der Termin boykottiert, da geringere Möglichkeiten zum Weiterverkauf von bislang freihändig beschafftem Nadelrundholz befürchtet werden. Das spiegelt sich auch in der Zahl der Käufer wider – nur fünf Unternehmen gaben überhaupt Gebote ab.Bei der erstmalig angesetzten Tiroler Nadelholzsubmission in Vomperbach bei Terfens wurde deshalb die Möglichkeit geschaffen, sein Gebot auch anonym einzureichen. Unter den Käufern fand sich am 27.1.2014 dennoch kein Tiroler Unternehmen. Von den 14 erfolgreichen Bietern kamen vier aus anderen österreichischen Bundesländern und zehn aus Deutschland.Von den angebotenen 250 Fm mussten rund 20 % in den Nachverkauf gehen. Die Veranstalter wollen hier künftig stärker auf Qualität und die Einhaltung von Mindestdimensionen achten. Insgesamt wurden 197 Fm zu einem Durchschnitt von 231 €/Fm verkauft. Die Baumart Fichte trug dazu den Löwenanteil bei – mit 143 Fm zu durchschnittlich 205 €/Fm, Die 30 Fm Lärche brachten im Mittel erfreuliche 297 €/Fm und stellten die Braut: ein Bloch mit 78 cm Durchmesser erzielte 658 €/Fm. Die Zirbe (19 Fm) konnte die in sie gesetzten Erwartungen leider nicht ganz erfüllen, hier wurden im Schnitt 342 € erzielt. Das Höchstgebot lag bei 392 €, was nur rund 100 € über den in letzter Zeit erzielten Preisen bei Normalnutzungen liegt.

Waldverband Österreich/Red.
Schwarznuss stellte eine Gesamtmenge von 95 Fm. Foto: WV Österreich Die Elsbeere gehört auch in Österreich zu den gesuchten Hölzern Foto: WV Österreich

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