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Mehr Grünbrücken in Brandenburg

Protest gegen Grünbrücken-Stopp

Gegen den Stopp des Bundesprogramms Wiedervernetzung protestieren der NABU, der BUND und der Deutsche Jagdschutzverband (DJV). Die drei Verbände kritisieren den unsinnigen Versuch von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, den Bau von Grünbrücken und Ortsumgehungen gegeneinander auszuspielen. Nachdrücklich fordern die Verbände die Bundesregierung auf, ihren Koalitionsvertrag umzusetzen und das Bundesprogramm Wiedervernetzung noch in dieser Legislaturperiode mit einer soliden Finanzierung sicherzustellen.

Der Sinn notwendiger und naturschutzfachlich gut geplanter Ortsumgehungen sei unstrittig. Unabhängig davon müsse nun endlich begonnen werden, die mehr als 30000 konfliktträchtigen Straßenabschnitte zu entschärfen, die in hohem Maße nicht nur Wildtiere, sondern auch die Verkehrssicherheit gefährden.

DJV, NABU und BUND hatten bereits 2009 gemeinsame Vorschläge für die wichtigsten Standorte von Querungshilfen an das Verkehrsministerium übergeben. Mit Geld aus dem Konjunkturprogramm II konnten die ersten 18 Grünbrücken gebaut werden. Die Finanzierung weiterer Projekte durch das neue Bundesprogramm zur Wiedervernetzung sei durch Streichung unrentabler Projekte wie etwa dem Ausbau der Saale, oder überflüssiger Straßenbauprojekte möglich.

„Wir brauchen das Bundesprogramm Wiedervernetzung dringend. Eine einzige Querungshilfe für Tiere auf 1.000 Kilometer Straße ist deutlich zu wenig. Tiere müssen wandern, um Artgenossen zur Paarung zu finden – sonst droht Inzucht. Beim Rothirsch ist die bereits nachweisbar“, sagt DJV-Präsident Jochen Borchert.

Grünbrücken kommen einer Vielzahl von Tierarten zu gute, besonders helfen sie seltenen und stark gefährdeten Arten wie Wolf, Wildkatze und Fischotter, für die der Straßenverkehr eine der häufigsten Todesursachen darstellt.

NABU

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