Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Projekt zum Totholzabbau im Wald

Projekt zum Totholzabbau im Wald

Prof. Dr. Matthias Noll von der Hochschule Coburg erforscht im Projekt FunWood IV die Biodiversität von Totholz unter dem Einfluss der Waldbewirtschaftung. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Professor Noll arbeitet in dem Projekt eng mit Dr. Nico Jehmlich vom Helmholtz-Institut für Umweltforschung in Leipzig zusammen. Seit kurzem hat er darüber hinaus mit der Molekular-Ökologin Sarah Muszynski und dem Biologen Florian Maurer zwei wissenschaftliche Mitarbeiter, die an dem Thema forschen. Gemeinsam analysieren sie Totholz aus drei Waldgebieten in Deutschland. In der Schorfheide-Chorin, in Hainich-Dün und in der Schwäbischen Alb sind Totholzstämme ausgelegt, die über den Zeitraum des Projekts immer wieder untersucht werden.
Um ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen, liegen in allen drei Waldgebieten auf 12 Flächen jeweils 13 verschiedene Baumarten, unter anderem Eiche, Kiefer und Birke. Von diesen Stämmen nimmt Prof. Noll mit seinem Team Holzproben und sie analysieren, welche Mikroorganismen darin leben. Anschließend extrahieren sie Proteine, um die Funktion der Mikroorganismen beim Holzabbau zu untersuchen. Außerdem analysieren sie Holzmehlproben im Labor auf den Einfluss von Temperaturschwankungen auf die mikrobielle Ökosystemfunktion. Die Ergebnisse vergleichen sie im Anschluss mit dem Totholz aus den Waldgebieten. In die Totholzstämme setzen sie zusätzlich neue Holzstäbe ein, um den Verlauf des Totholzabbaues mit dem des neuen Holzes zu vergleichen.
Das Ziel von Prof. Noll und seinem Team ist herauszufinden, welche Mechanismen beim Holzabbau wirken und die Biodiversität beeinflussen. Es ist bekannt, dass der Masseverlust je nach Holzart, Pilzart und Temperatur variiert. Allerdings spielen auch weitere noch unbekannte Faktoren eine wesentliche Rolle.
Das Coburger Projekt FunWood IV ist Teil der Biodiversitäts-Exploratorien, das als Schwerpunktprogramm von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Die Exploratorien setzen sich derzeit aus 43 Forschergruppen zusammen, die alle die Funktion der Biodiversität im Ökosystem untersuchen. Prof. Noll hat für das darin eingegliederte Teilprojekt FunWood IV eine Förderung in Höhe von 400.000 € erhalten. Aus den Ergebnissen des Projekts formulieren die Forscher Empfehlungen für den Schutz der Biodiversität.
Hochschule Coburg

Auch interessant

von