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Projekt "Wald 2.0":  Erste deutsche Bürgerwaldgenossenschaft gegründet

Projekt „Wald 2.0“: Erste deutsche Bürgerwaldgenossenschaft gegründet

Am 14. März hat sich in Remscheid die erste deutsche Bürgerwaldgenossenschaft e.G. gegründet. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann Mitglied der Genossenschaft und damit zum Waldbesitzer oder zur Waldbesitzerin werden. Ziel ist die naturgemäße Bewirtschaftung des Waldes, der Schutz der Artenvielfalt und die Entwicklung der Erholungsfunktionen des Waldes sowie die dauerhafte Sicherung des heimischen Waldbestandes.
Umweltminister Johannes Remmel gratulierte den Gründern, das sind der Remscheider Forstverband und die Stadtsparkasse Remscheid, zu dieser neuen und innovativen Art eines modernen und nachhaltigen Bürgerwaldes: „Die Remscheider Bürgerwaldgenossenschaft hat eine neue Art des Waldbesitzes entwickelt, die es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, direkt und aktiv über die nachhaltige Zukunft der eigenen Wälder mitzubestimmen.“
Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und lokale Organisationen können ab sofort Wald-Genossenschaftsanteile ab einer Höhe von 500 Euro erwerben und damit ideeller Waldbesitzer oder Waldbesitzerin in ihrer nächsten Umgebung werden. Die Satzung legt dabei fest, dass sich die Waldgenossenschaft Remscheid für den nachhaltigen Erhalt des Remscheider Waldes und des Waldes der umliegenden Regionen einsetzen wird. Auch die Waldbewirtschaftungsweise, die sich eng an die Prinzipien der naturgemäßen Waldwirtschaft anlehnen soll, wird darin vorgegeben.
 
Es ist weiterhin erklärter Wille, mittelfristig geeignete Waldparzellen bis zu zehn Prozent der Waldfläche dauerhaft aus der Bewirtschaftung zu nehmen. „Damit verfolgt die Waldgenossenschaft in vorbildlicher Weise das nationale und internationale Ziel der Erhöhung der Artenvielfalt im Wald. Mit diesen forstfachlichen Festlegungen beschreitet die Waldgenossenschaft Neuland“, erläuterte Minister Remmel.
 
Die Gründung der Waldgenossenschaft wurde durch das NRW-Umweltministerium aktiv gefördert. „Das Modell eines genossenschaftlichen Waldbesitzes sehen wir forstpolitisch als eine geeignete Möglichkeit, die Zersplitterung von Klein- und Kleinstprivatwaldbesitz zu überwinden“, erklärte der Minister.

MKULNV

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