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Projekt "Naturkapital Deutschland" gestartet

Projekt „Naturkapital Deutschland“ gestartet

Am 23. Oktober startete offiziell das nationale Projekt zum weltweiten TEEB-Prozess (The Economics of Ecosystems and Biodiversity), mit dem der ökonomische Wert der Natur in Deutschland veranschaulicht werden soll. Ziel des Vorhabens ist eine wissenschaftlich fundierte Beschreibung der vielfältigen Leistungen von Ökosystemen (wie Auen, Moore, Grünland, Wälder oder städtische Grünanlagen) in Deutschland u.a. für Klimaschutz, Hochwasserschutz, Reinhaltung von Luft und Gewässern sowie Erholung. Zudem werden von den Wissenschaftlern Empfehlungen erarbeitet, wie diese Leistungen der Natur auch langfristig gesichert werden können.

Der Projektleiter, Prof. Dr. Bernd Hansjürgens (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, UFZ), verwies auf die internationalen Erfahrungen. Die internationale TEEB-Studie „The Economics of Ecosystems and Biodiversity“ (2007 bis 2010) habe gezeigt, dass kostenlose Naturgüter und Ökosystemleistungen nicht ausreichend in Entscheidungen berücksichtigt werden. Gleichzeitig sei deutlich geworden: „Der Schutz und die nachhaltige Nutzung der Natur lohnen sich volkswirtschaftlich. Denn die Vorsorge zur Sicherung unserer Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen ist deutlich preiswerter als der Versuch, Verlorengegangenes zu ersetzen, wenn dies überhaupt geht.“

Projektkoordination und -ziel

Das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesumweltamtes geförderte Projekt „Naturkapital Deutschland – TEEB DE“ wird vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniert. In mehreren thematischen Berichten sollen bis 2015 der Wissensstand über den Wert und die Leistungen der Natur in Deutschland zusammengetragen und Perspektiven zur Weiterentwicklung des politischen Instrumentariums aufgezeigt werden (Themenschwerpunkte: Naturkapital und Klima, Ökosystemleistungen im ländlichen und städtischen Raum). In einem Projektbeirat vertretene Persönlichkeiten beraten das Projekt fachlich. Die verschiedenen gesellschaftlichen Interessengruppen werden über eine projektbegleitende Arbeitsgruppe beteiligt.
 
BfN

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