Waldschutz

Projekt FraxForFuture zum Erhalt der Esche gestartet

von Jörg Fischer

Das Falsche Weiße Stängelbecherchen ist verantwortlich für das Eschentriebsterben. In Deutschland wie auch in weiten Teilen Europas geht das Vorkommen dieser heimischen Baumart dramatisch zurück. Um die Esche und damit auch die auf die Esche spezialisierten Arten und Lebensgemeinschaften zu erhalten, wurde das nationale Demonstrationsprojekt FraxForFuture entwickelt.

Über das gesamte Bundesgebiet sind dabei die Flächen für Untersuchungen verteilt, die auf Basis eines breitgefächerten Methodenkatalogs wissenschaftlich erforscht werden. Insgesamt sind 21 Institutionen aus ganz Deutschland als Projektpartner beteiligt. Baden-Württemberg ist ein eschenreiches Bundesland, daher sind die Ergebnisse dieses Demonstrationsprojektes hier ausgesprochen relevant.

Ziele

FraxForFuture entwickelt eine nationale Strategie für Forstpraxis, Politik und Forschung, damit diese sich gemeinsam und effektiv für die Esche einsetzen können. Ziele des Demonstrationsprojekts sind der langfristige Erhalt der Esche als Wirtschaftsbaumart sowie das Verständnis des Krankheitsverlaufs. Daraus werden Maßnahmen zum Umgang mit befallenen Beständen abgeleitet. Im Projekt werden direkt Strategien zur Eindämmung des Eschentriebsterbens erarbeitet.

Um zukünftig erwartbaren tiefgreifenden Schadereignissen in Wäldern effektiv begegnen zu können, schafft FraxForFuture bundesweite Strukturen zum Umgang mit solchen großflächigen Herausforderungen.

Forschungsverbünde

Für dieses Vorhaben wurden fünf eng vernetzte Forschungsverbünde – FraxConnect, FraxGen, FraxMon, FraxPath und FraxSilva – mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten eingerichtet. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) beteiligt sich aktiv an vier dieser fünf Verbünde.

Förderung

Das Demonstrationsprojekt FraxForFuture wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Die Finanzmittel stammen aus dem Waldklimafonds; Projektträger ist die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e. V.

Mehr Informationen zum Forschungsprojekt finden sie hier.

Quelle: FVA (PM)