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Der Vorsitzende von proHolz Bayern Johann Koch im Gespräch mit Bundesminister Christian Schmidt (l.) und MdB Florian Oßner (r.). Foto: proHolz Bayern

proHolz Bayern: Themenabend „Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ sorgt für großes Interesse

Mitten in der Landshuter Innenstadt trafen sich am 1. Oktober 2015 Fachplaner, Architekten und Holzbaubetriebe um gemeinsam Wissenswertes zum Thema Holzbau zu erfahren und über bereits bestehende und geplante Projekte zu diskutieren.
Der Abend wurde von proHolz Bayern, dem Marketingbündnis der Forst- und Holzwirtschaft in Bayern, anlässlich der mobilen Ausstellung „schauholz“ auf der Niederbayernschau bei Memmers Wein und Bar in Landshut organisiert.
Nach der Begrüßung durch Johann Koch, Vorsitzender von proHolz Bayern, der gelungene Holzarchitektur als höchste Veredelungsstufe von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern bezeichnete, eröffnete Prof. Nagler, Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren (TU München), mit seinem Vortrag „Einige Holzbauten“ den Abend. Dabei ging er auf die Entstehung von „schauholz“ ein und präsentierte fünf innovative Holzbauten, an deren Planung er beteiligt war. Dabei reichte die Bandbreite von einem Umbau eines Sanatoriums zu einem Hotel in Bayrischzell, über den Neubau des Kultur und Kongressforums in Altötting, hin zu dem, auch von proHolz Bayern unterstützten Studentenprojekt „rotes Dach“ auf der Architekturwoche A6 in München. Zudem stellte er das preisgekrönte Gebäude des Gymnasiums Diedorf vor und schloss seinen Vortrag mit seinem aktuellen Holzbauprojekt, der Sanierung des abgebrannten Kirchengebäudes St. Martha in Nürnberg. Durch die unterschiedlichen Projekte wurde einmal mehr die Vielseitigkeit von Holz als Baustoff unterstrichen.
Den örtlichen Bezug stellte der BDA-Architekt Jakob Oberpriller her. Er präsentierte das neugebaute Pfarrheim St. Wolfgang in Landshut. Das in Holzrahmenbauweise errichtete Gebäude ist das erste deutsche Pfarrheim, das als Passivhaus geplant und gebaut wurde. Mit einem Energieäquivalent von 200 Litern Ölverbrauch im Jahr ist ein sehr sparsamer Betrieb möglich – ein weiterer Vorteil des Baustoffes Holz. „Ein zusätzlicher Grund für die Wahl dieses Materials, ist die Lage des Grundstückes. Das Pfarrheim liegt in einem Hof, umringt von älteren Gebäuden. Um den Platz nicht zuzubauen, sollte dieses Haus ihn eher wie ein Möbelstück füllen – und die meisten Möbel sind nun einmal aus Holz“, erläuterte der Architekt und Stadtplaner.
Zum Abschluss des Abends stellte Wolfang Huß, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Entwerfen und Holzbau der TU München, die neue Plattform „leanWOOD“ vor. Das Hauptziel dieses Projektes ist die Entwicklung neuer Kooperations- und Prozessmodelle speziell für den vorgefertigten Holzbau. „Bei bereits vorhandenen Plattformen besteht das Problem, dass diese oft nicht auf den Holzbau zugeschnitten sind. „leanWOOD“ ist deshalb speziell für die Planung von Holzbauprojekten entwickelt worden. Man braucht keine weiteren Leuchtturmprojekte aus Holz, viel eher ist es nun wichtig, Planungssicherheit für Architekten und Statiker zu schaffen, die sich mit Holz planen und bauen wollen“, erklärte Huß.
Holz bewegt … Landshut
Über 108.000 Messebesucher erlebten die Niederbayernschau, auf der proHolz Bayern mit der mobilen Ausstellung „schauholz“ über die vielen Vorteile nachhaltiger Forstwirtschaft und innovativer Holzverwendung, vom Klimaschutz bis hin zur Energieeffizienz, informierte. Unter den Besuchern von „schauholz“ waren auch der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt und zahlreiche Abgeordnete aus der Region.
„Mit schauholz auf der Niederbayernschau ist es uns gelungen, die Bedeutung von Bauen mit Holz in Landshut ins Bewusstsein zu bringen. Neben vielen Bürgern konnten wir zahlreiche Politiker, kommunale Vertreter und Architekten auf die Relevanz dieses Themas ansprechen“, so der Vorsitzende von proHolz Bayern Johann Koch.
Unter http://www.proholz-bayern.de/videos.html findet sich einen Videoclip zum Auftritt von „schauholz“ auf der Niederbayernschau mit Statements zum Thema Bauen mit Holz.
proHolz Bayern
Besucher begutachten das Innere von ?schauholz?. Foto: proHolz Bayern

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