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proHolz Bayern: Holz bewegt unser Klima

proHolz Bayern: Holz bewegt unser Klima

Die bisher unterschätzten Klimaschutzeffekte der Forst- und Holzwirtschaft stehen im Mittelpunkt des Auftritts von proHolz Bayern auf der Fachmesse Interforst 2014 in München.
Der Startschuss für die erste Kampagne „Holz bewegt“ des Marketingbündnisses der Forst- und Holzwirtschaft in Bayern fällt auf der diesjährigen Interforst. Zwischen dem Waldcafé und der traditionellen Grünen Couch – in Halle B5 auf einem 120 m² großen Gemeinschaftsstand mit den wichtigsten Vertretern der Bayerischen Forstwirtschaft – stellt proHolz Bayern die vier Bildmotive der Kampagne in Form von Postern an einer Litfaßsäule vor: Generationen, ländliche Räume, Klima und Zukunft rücken die positiven Effekte nachhaltiger Waldbewirtschaftung und Holzverwendung für den Klimaschutz in den Fokus.
Die Kampagnen-Website vermittelt die wichtigsten Fakten und Argumente der Forst- und Holzwirtschaft zum Klimaschutz. Sie fasst auch die Ergebnisse der von Professor Dr. Hubert Röder, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising erstellten Studie zusammen.
Waldbewirtschaftung + Holzverwendung = aktiver Klimaschutz
Forst- und Holzwirtschaft leisten bereits einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Wald und Holzprodukte speichern in Bayern derzeit etwa 2,7 Mrd. t CO2 und damit den gesamten CO2-Ausstoß Bayerns der letzten 30 Jahre. Die Bewirtschaftung des Waldes hat in Bayern zu folgenden Klimaschutzeffekten geführt:
• Bindung von ca. 10 Mio. t CO2/a im Waldvorrat (2013);
• Bruttoeintrag von ca. 13 Mio. t CO2/a im Holzprodukte-Speicher;
• Vermeidung (Substitution) von 22 Mio. t CO2/a durch die stoffliche und energetische Holznutzung.
In Bayern wird jährlich durch die Verwendung von Holz ein Ausstoß von ca. 45 Mio. t CO2 vermieden. Der Wald nimmt durch sein Wachstum fortwährend CO2 auf, aber dieser Speicher ist begrenzt. Wachstum und Zersetzung sind bei einem ausgewachsenen Wald gleich groß. Der Wald wirkt dann nicht mehr weiter als Kohlenstoffsenke. Damit das nicht passiert, muss das Holz in unseren Wäldern genutzt werden. Dadurch bleibt der Wald jung wüchsig und leistungsfähig für die Aufnahme von CO2.
In dem eingeschlagenen Holz und den daraus hergestellten Holzprodukten bleibt der Kohlenstoff gespeichert, solange das Holz verwendet wird. Bewirtschaftete Wälder ziehen also höhere Klimaschutzeffekte nach sich als ein nicht bewirtschafteter Wald: Die Festlegung von CO2 in Holzprodukten inkl. Substitution hat einen drei- bis viermal größeren Effekt als die CO2-Speicherung im Wald allein. Nachhaltige Holznutzung bremst also den Anstieg von CO2 in der Atmosphäre und so den Treibhauseffekt.
Durch die Holznutzung in Bayern wird jetzt schon mehr aus der Atmosphäre entzogenes CO2 gebunden, als der gesamte Straßenverkehr in Bayern produziert. Und da ist noch Luft nach oben: Durch eine aktive Forstwirtschaft, eine bevorzugte Holzverwendung bei der energetischen Sanierung und eine weitere Steigerung des Holzbau-Anteils bei Neubauten.
 
Kampagne „Holz bewegt“ 
Wir brauchen also Wald und Holz, um in Zeiten des Klimawandels etwas bewegen zu können. Deshalb macht sich proHolz Bayern mit der Kampagne „Holz bewegt“ für Holz als Beitrag zum Gelingen von Klimaschutz und Energiewende stark. Der Einsatz des klimafreundlichen und energieeffizienten Bau- und Rohstoffes soll gefördert und das Verständnis für die Bedeutung der Waldbewirtschaftung erneuert werden.
Dazu Alexander Kirst, Vorsitzender von proHolz Bayern: „Die Messe Interforst ist für proHolz Bayern eine gute Plattform, um über die Klimaschutzeffekte der Forst- und Holzwirtschaft zu informieren. Denn vielen ist bisher noch nicht bewusst, dass wir mit Holz einen wichtigen Beitrag zur Lösung unserer Zukunftsaufgaben in der Hand haben.“
proHolz Bayern

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