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Professor Häberle 80 Jahre alt

Professor Häberle 80 Jahre alt

Am 16. November 2009 vollendete Universitätsprofessor Dr. Siegfried Häberle sein 8. Lebensjahrzehnt. Er führte das ehemalige „Institut für Waldarbeit und Forstmaschinenkunde“ (heute: Abteilung Arbeitswisenschaft und Verfahrenstechnologie) der Universität Göttingen in einer über 30jährigen Schaffensperiode von 1966 bis zu seiner Emeritierung im Frühherbst 1997. Details seines beruflichen Lebens hat Prof. Gero Becker in einer umfassenden Laudatio anlässlich des Ausscheidens aus dem Dienst beschrieben [1].Am 16. November 2009 vollendete Universitätsprofessor Dr. Siegfried Häberle sein 8. Lebensjahrzehnt. Er führte das ehemalige „Institut für Waldarbeit und Forstmaschinenkunde“ (heute: Abteilung Arbeitswisenschaft und Verfahrenstechnologie) der Universität Göttingen in einer über 30jährigen Schaffensperiode von 1966 bis zu seiner Emeritierung im Frühherbst 1997. Details seines beruflichen Lebens hat Prof. Gero Becker in einer umfassenden Laudatio anlässlich des Ausscheidens aus dem Dienst beschrieben [1].

Als Hochschullehrer war Häberle seinen Studenten bekannt als zwar gestrenger, anspruchsvoller Lehrer, der aber stets seinen hintergründigen Humor behielt. Ansprüche stellte er allerdings nicht nur an seine Schüler, sondern vor allem an sich selbst. Äußerst aktiv band er sich außerdem in die akademische Selbstverwaltung ein, übernahm zwei Dekanatsperioden und stand über sieben Jahre dem Universitätsbund als prägende Persönlichkeit vor.

Aus seiner konservativen politischen Einstellung machte er niemals einen Hehl, und damit galt er zugleich als Professor, der polarisierte. Unvergessen bleibt dem Autor dieser Zeilen vor diesem Hintergrund der Ausspruch anlässlich der Forstlichen Hochschulwoche 1977: „Meinen Vortrag widme ich Hanns Martin Schleyer!“, also jenem Arbeitgeberpräsidenten, der kurz zuvor von Mitgliedern der Rote Armee Fraktion ermordet worden war. Worte dieser Art hörte in der damaligen krisengeschüttelten Zeit nicht jeder gern.

Seit rund 12 Jahren lebt Häberle nunmehr mit seiner lieben Frau im Ruhestand. Von forst-fachlichen Aktivitäten hat er sich weitgehend zurückgezogen, nicht allerdings von der Belegschaft seines früheren Instituts. Auch wenn – wie es im akademischen Leben üblich ist – dort zahlreiche Wechsel stattgefunden haben, manche jüngeren Wissenschaftler ihn als Hochschullehrer niemals kennengelernt haben, ist er dort gern gesehener Gast, der es sich nicht nehmen lässt, Betriebsausflüge und sonstige Feierlichkeiten zu besuchen und zuweilen mit launigen Beiträgen zu bereichern. Und diese Belegschaft wünscht dem Jubilar noch viele Jahre bei guter Gesundheit an der Seite seiner Frau, Dr. Brunhilde Häberle, die ebenfalls im Jahre 2009 80 Jahre alt geworden ist.

[1] Forst und Holz, Jg. 52 (1997), Heft18, S. 546 f.

Prof. Heribert Jacke

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