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Prof. Dr. Tobias Cremer als Vorsitzender des StA RVR bestätigt

Bearbeitet von Jörg Fischer

In der Sitzung des Ständigen Ausschusses (StA) zur RVR am 2. März erfolgte die turnusgemäß alle zwei Jahre anstehende Wahl des Vorsitzes. Auf gemeinsamen Vorschlag des Deutschen Forstiwrtschafts- (DFWR) und Deutschen Holzwirtschaftsrats (DHWR) wurde Prof. Dr. Tobias Cremer von den Mitgliedern einstimmig als Vorsitzender bestätigt.

Franz Thoma als Geschäftsführer der Plattform Forst & Holz bedankte sich bei Prof. Cremer für die Arbeit der vergangenen beiden Jahre, in denen unter dessen Leitung insbesondere im Bereich der Qualitätssortierung von Nadelstammholz Lösungen für lang diskutierte Fragestellungen gefunden werden konnten.

Prof. Cremer bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen und brachte seine Freude über die weitere Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zum Ausdruck. Künftige Schwerpunkte der Arbeit des StA RVR werden unter anderem die Abholzigkeitsgrenzwerte bei den Holzarten Douglasie und Lärche sowie die Überarbeitung der Rindenabzugswerte sein. Weiterhin dienen die Ergebnisse der jüngst beendeten Branchenbefragung als wichtige Grundlage, um zu prüfen, wie die RVR weiterentwickelt und die Akzeptanz für dieses branchenweite Regelwerk gesteigert werden kann.

Zu diesen Fragestellungen veranstaltet der StA RVR am Donnerstag, 24. Juni 2021, von 11:30 bis 13:00 Uhr ein Statusseminar im Rahmen des digitalen KWF-Kongresses. Hierzu wird schon jetzt herzlich eingeladen.

Zur Person Tobias Cremer

Prof. Dr. Tobias Cremer wurde 2013 auf die Professur für Forstnutzung und Holzmarkt im Fachbereich Wald und Umwelt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) berufen. Seit 2019 ist er Dekan des Fachbereichs. Außerdem ist Prof. Cremer Studiengangsleiter International Forest Ecosystem Management. Nach dem Studium der Forstwissenschaft in Freiburg und im nordschwedischen Umeå arbeitete Prof. Cremer ab 2004 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Forstbenutzung und forstliche Arbeitswissenschaft der Universität Freiburg. Dort koordinierte er zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich Bioenergie und promovierte 2008 über die Bereitstellung von Holzhackschnitzeln durch die Forstwirtschaft. Anschließend ging der gebürtige Pforzheimer als Projektmanager nach Dortmund zu RWE Innogy, der RWE-Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien. Dort war er mitverantwortlich für die Etablierung von Kurzumtriebsplantagen zur Versorgung von Holzheizkraftwerken. Zudem war er zuständig für die Sicherstellung von Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit der eingesetzten Biomassen in Europa und den USA sowie für die Erstellung von Ökobilanzen für diese Rohstoffe.

Mit Material der HNEE und der Plattform Forst & Holz