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Prof. Dr. Jürgen Huss 80 Jahre

Prof. Dr. Jürgen Huss 80 Jahre

Prof. Dr. Jürgen Huss, pensionierter Professor für Waldbau, vollendete am 8. Februar 2017 sein 80. Lebensjahr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Professur für Waldbau und der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen wünschen ihrem „Old-Growth“-Kollegen und Jubilar weiterhin exzellente Gesundheit und dass die ungebremste und ansteckende Begeisterungsfähigkeit noch lange anhält.Jürgen Huss studierte Forstwissenschaft in Göttingen, Wien und Edinburgh und absolvierte die Ausbildung für den höheren Forstdienst in Niedersachsen. Nach Tätigkeit als Assistent am Göttinger Waldbau-Institut übernahm er am Münchner Lehrstuhl für Waldbau und Forsteinrichtung das zweitgenannte Fach. 1986 folgte er dem Ruf ans Waldbau-Institut der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität und leitete dies bis zur Übernahme des Instituts durch Prof. Dr. Jürgen Bauhus im Jahr 2003. In der Zeit von Oktober 1990 bis September 1992 wirkte Jürgen Huss als Dekan der ehemaligen Forstwissenschaftlichen Fakultät. Jeweils ein Jahr vor und nach dieser Zeit war er als Prodekan tätig.In seiner frühen Forschung beschäftigte er sich mit ökologischen Fragestellungen wie z.B. der Naturverjüngung der Buche und dem Einfluss von Beschattung und Düngung auf das Wachstum junger Fichten. Versuche zur Verjüngung und Pflege von Kiefern- und Fichtenbeständen dagegen waren mehr auf die Praxis ausgerichtet. Die von ihm angelegten Versuchsflächen wurden in den vergangenen Jahren intensiv beforscht, um die Auswirkungen von Durchforstungen auf die Trockenheitstoleranz von Bäumen zu untersuchen. Grundlagenorientierte und angewandte Aspekte des Waldbaus vereinigten dann Projekte zur natürlichen und künstlichen Wiederbewaldung auf Sturmschadensflächen. Mit einer großen Zahl von Doktoranden und Diplomanden bearbeitete er Probleme der Rehabilitation von degradierten Wäldern in Südbrasilien, Paraguay, Chile, Argentinien, Indonesien, Thailand, Tansania, Äthiopien.Über zwei Jahrzehnte war Huss waldbaulicher Berater der Forstverwaltungen in Irland und in der Türkei, wo er sich schwerpunktmäßig für die Wiedereinbringung und Pflege von Laubbäumen engagiert hat. In seinem Ruhestand hat er sich sehr verdient gemacht um die systematische Aufbereitung dieses Wissens und die Publikation der Bücher „Broadleaf Forestry in Ireland“ und „Förderung der Laubwaldwirtschaft in der Türkei“ (auf türkisch). Sein Engagement für die langjährige, enge Kooperation in Forschung und Lehre mit dem University College Dublin wurde im Jahr 2008 mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.Sein Interesse an der studentischen Ausbildung ist nach wie vor hoch. Dies kommt z.B. in dem vor wenigen Jahren erschienenen Buch zum „Schreiben und Präsentieren in den angewandten Naturwissenschaften“ zum Ausdruck. Er engagiert sich weiterhin bei der Durchführung von Exkursionen, insbesondere für Gruppen ausländischer Studierender. Legendär ist die von ihm geführte „Schauinsland-Exkursion“. Zudem organisiert er den studentischen Austausch mit der Partnerfakultät in Valdivia, Chile, und er ist Vertrauensdozent der Friedrich-Naumann Stiftung an der Universität Freiburg.

J. Bauhus

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