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Prof. Dr. Joachim Hradetzky 75

Am 21. September vollendet Prof. Dr. Joachim Hradetzky, von 1995 bis 2001 Leiter der Abteilung Biometrie und Informatik der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg in Freiburg, seinen 75. Geburtstag.
Hradetzky, in Niederschlesien geboren, absolvierte seine forstwissenschaftliche Ausbildung in der ehemaligen CSSR und war dort bis 1968 in der Forsteinrichtung tätig, als er wegen der politischen Verhältnisse das Land verließ. In Freiburg fand er einen beruflichen Neueinstieg. Nach kurzer Tätigkeit an der Universität Freiburg kam Hradetzky 1969 zur Abteilung Biometrie und Informatik der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Schöpfer prägte er die Arbeit der Abteilung auf dem damals noch neuen Gebiet der forstlichen Biometrie. Mit der Promotion 1972 und Habilitation 1978 bewies er seine wissenschaftliche Qualifikation. Wissenschaftliche Methodik stand für ihn stets im Dienste angewandter Problemlösungen für die Forstpraxis. So tragen z.B. die Entwicklung des „Erweiterten Sortentarifs“ (EST), die Verfahren zur Waldschadensinventur und zur Bundeswaldinventur sowie die Neugestaltung der Betriebsinventur seine Handschrift.
Hradetzky gehört in Deutschland zu den Pionieren, die dazu beigetragen haben, dass Stichprobeninventuren wie die BWI ein etabliertes Werkzeug des forstlichen Monitorings geworden sind. Aber auch auf der Ebene der Forstbetriebe sind die stichprobenbasierten Betriebs­inventuren das zentrale Werkzeug der Betriebsplanung.
Prof. Joachim Hradetzky hat auch im Ruhestand aus der Distanz stets Interesse an seinem Fachgebiet gezeigt. Wir wünschen ihm noch viele Jahre bei guter Gesundheit, insbesondere viel Zeit für seine Familie und selbst gewählte Aufgaben.
FVA Baden-Württemberg

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