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Prof. Dr. Hubert Braun zum Landesforstpräsidenten ernannt

Prof. Dr. Hubert Braun zum Landesforstpräsidenten ernannt

Sachsenforst ist mehr als ein Wirtschaftsbetrieb im Staatsbesitz. Der Staatsbetrieb wacht über den gesamten sächsischen Wald, die Produktion von Holz ist nur ein Teil des vielfältigen Aufgabenspektrums. Dementsprechend wurde das Amt des Geschäftsführers rückwirkend zum 9. Mai 2015 per Gesetz umbenannt – in das des Landesforstpräsidenten.
Als Obere Forst- und Jagdbehörde hat Sachsenforst die Aufgabe, die Einhaltung zahlreicher rechtlicher Vorgaben zu gewährleisten. So übt Sachsenforst zum Beispiel die Fachaufsicht über die Unteren Forstbehörden an den Landkreisen und kreisfreien Städten aus. Diese sind vor allem für die Einhaltung der waldgesetzlichen Vorgaben im Privat-, Kirchen- und Kommunalwald zuständig, kümmern sich aber auch um Aspekte des Forstvermehrungsgut- und Pflanzenschutzrechts.
Im Landeswald des Freistaates Sachsen obliegt Sachsenforst eine vorbildliche Bewirtschaftung, in deren Rahmen der ökologisch-orientierte Waldbau, aber auch die Gewährleistung eines integrierten Naturschutzes zentrale Bausteine darstellen. Der gesamte Landeswald ist nach den Kriterien des PEFC-Siegels zertifiziert.
In engem Zusammenhang mit den Herausforderungen, die sich dem Wald und der Natur durch den Klimawandel und dem steigenden Ansprüchen der Menschen stellen, steht auch die forstliche Forschung beim Sachsenforst. Zahlreiche Experten widmen sich hier Themen wie der Forstpflanzenzüchtung, dem Erhalt seltener Baumarten oder dem Bodenschutz.
Im Privat und Körperschaftswald hat Sachsenforst vor allem eine beratende und betreuende Funktion. Dabei steht die Eigeninitiative der Waldbesitzer stets im Vordergrund. Dennoch schließen körperschaftliche und private Waldbesitzer auch kostenpflichtige Verträge mit Sachsenforst, um beispielsweise einen Unternehmereinsatz zur Holzernte zu planen.
Enorm gewachsen ist in den letzten Jahren der Bereich der Umweltbildung, ebenfalls eine gesetzliche Kernaufgabe von Sachsenforst.
Diese Fülle an Leistungen habe den Gesetzgeber bewogen, die Amtsbezeichnung des Sachsenforst-Chefs zu ändern. Auf die Frage, ob sich damit auch sein Verhältnis zum sächsischen Wald ändere, betont Prof. Dr. Hubert Braun: „Sachsenforst hat klare gesetzliche Vorgaben. Wir haben seit der Gründung des Staatsbetriebes im Jahr 2006 viel, aber noch nicht alles erreicht. An unseren anspruchsvollen Zielen hat sich deshalb nichts geändert.“
Staatsbetrieb Sachsenforst

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