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Prof. Dr. Heinz Röhle im Ruhestand

Prof. Dr. Heinz Röhle im Ruhestand

Prof. Dr. habil. Prof. h.c. Heinz Röhle, Inhaber des Lehrstuhls für Waldwachstums- und Holzmesskunde an der Fachrichtung Forstwissenschaften der TU Dresden in Tharandt, verabschiedete sich am 31. März 2017 in den Ruhestand.
Seine wissenschaftliche Laufbahn begann an der Universität München bei Prof. Franz und führte ihn nach Promotion 1982 und Habilitation 1994 an die TU Dresden, wo er 1995 zum Nachfolger von Prof. Wenk berufen wurde und 1996 seinen Dienst antrat. Seitdem hat Prof. Röhle die forstliche Wissenschaft und Lehre in Tharandt durch seine vielfältigen Forschungsthemen und sein großes Engagement in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wirkungsvoll bereichert. Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten zählen die Modellierung von Konkurrenz und Wachstum in strukturreichen Beständen, die Etablierung moderner Inventur- und Planungsverfahren sowie Arbeiten zu schnellwachsenden Baumarten im Kurzumtrieb.
Ein besonderes Anliegen ist Prof. Röhle die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit, die er durch Lehr- und Forschungsaufenthalte z. B. in Israel, Vietnam, Laos, im Sudan, in Kenia, Litauen und in China gefördert hat. Insgesamt 17 Doktorandinnen und Doktoranden aus dem In- und Ausland wurden von ihm über die Jahre hinweg unterstützt und zur Promotion geführt.
Ehrenamtlich war Prof. Röhle im Deutschen Alpenverein tätig, den er 2005 bis 2010 als Präsident führte und dessen Umweltausschuss er über 20 Jahre lang leitete. Im Jahr 2000 wurde er mit der Bayerischen Umweltmedaille geehrt. Darüber hinaus engagiert sich Prof. Röhle seit langer Zeit ehrenamtlich im Nationalpark Sächsische Schweiz und moderiert im Rahmen von Drittmittelprojekten die Aktivitäten zum Wolfsmanagement in Sachsen und Brandenburg.
Für seine Verdienste um Forschung und Lehre wurden Professor Röhle 1984 der Thurn-und-Taxis-Förderpreis für die Forstwissenschaft und 2015 der Titel „Professor honoris causa“ der Aleksandro Stulginskio Universität in Kaunas (Litauen) verliehen.
Jens Schröder

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