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Prof. Dr. Heinz Butin verstorben

Bearbeitet von Jörg Fischer

Am 28. Februar ist der Gehölzpathologe Prof. Dr. Heinz Butin im Alter von 92 Jahren in Wolfenbüttel verstorben. Er hat über 65 Jahre auf dem Gebiet der Baumkrankheiten geforscht und publiziert.

Prof. Butin wurde am 13. April 1928 in Bad Godesberg geboren. Er zeigte frühzeitig Interesse an allen Aspekten der biologischen Wissenschaft. Ab 1947 studierte er Naturwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und promovierte 1954 über physiologisch-ökologische Aspekte der Flechten. Anschließend war Butin wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Institut für forstliche Mykologie und Holzschutz“ der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) in Hannoversch Münden. In dieser Zeit wurden die Krankheiten der Bäume zu seinem wissenschaftlichen Schwerpunkt. Ab Mai 1958 erhielt Butin eine feste Anstellung am „Institut für Forstpflanzenkrankheiten“ der BBA. Im Jahr 1964 folgte die Habilitation und Übertragung der venia legendi für das Fach Mykologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Ab August 1968 übernahm Butin die Leitung des Instituts, und bereits ein Jahr später wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Forstlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen ernannt. Mehrere teils längere Auslandsaufenthalte während seiner insgesamt 38 Dienstjahre bei der BBA (heute Julius Kühn-Institut) trugen maßgeblich zur Bandbreite seiner Forschungstätigkeit bei.

Die Forschungsfelder von Prof. Dr. Heinz Butin

Prof. Butin hat viele neue Pilzarten beschrieben und maßgeblich zu der Aufklärung der Lebenszyklen von verschiedenen Krankheitserregern beigetragen. Seine mehr als 200 breit gefächerten Fachveröffentlichungen sind ein wesentlicher Beitrag zum Verständnis von Baumkrankheiten und belegen auch die Notwendigkeit dieses Fachgebietes für die Forstwissenschaft und die Baumpflege. Bis in die jüngste Zeit betreute Butin die jeweiligen Neuauflagen seiner bekannten Fachbücher „Krankheiten der Wald- und Parkbäume“ sowie „Farbatlas Gehölzkrankheiten“ (Ulmer-Verlag).

Quelle: Forum Baumpflege