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Prof. Dr. Georg Kenk 70

Prof. Dr. Georg Kenk 70

Am 29. Januar feierte Prof. Dr. Georg Kenk, der frühere Abteilungsleiter Waldwachstum an der FVA, seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar studierte Forstwissenschaften an der Universität Freiburg. Dem Diplomstudium schloss sich eine wissenschaftliche Tätigkeit im Bereich Forstliche Biometrie an. Zwei Jahre später erfolgte die Promotion. Nach dem Forstreferendariat war er Forsteinrichter und Referent am Referat „Forsteinrichtung, Waldbau und Jagd“ in Stuttgart. Aus der Zeit im württembergischen Landesteil stammt auch sein erster Hochschullehrauftrag für das Fach „Waldbau“ an der Universität Hohenheim; eine Verpflichtung, welcher der Jubilar bis zum heutigen Tag mit Engagement und Herzblut nachkommt.
1974 erfolgte die Versetzung an die FVA als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter der Arbeitsgruppe „Quantifizierung der Sozial­erträge des Waldes“. Eine Abordnung an das Waldbau-Institut der Universität Freiburg diente der Vorbereitung auf den wohl wichtigsten beruflichen Entwicklungsschritt, die Bestellung zum Leiter der Abteilung Waldwachstum. 1986 erfolgte die Habilitation, die Verleihung der venia legendi für die Fachgebiete „Waldbau und Waldwachstum“ und 1993 die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor.
In seiner Position als Leiter der Abteilung Waldwachstum der FVA beschäftigte sich Prof. Kenk mit der Koordination und Leitung von Forschungsprojekten, der Beratung und Fortbildung der Forstpraxis im nationalen und internationalen Rahmen. Außerdem arbeitete er in Arbeitsgruppen des Internationalen Verbandes Forstlicher Forschungsanstalten mit und stand bis zu seiner Zur-Ruhe-Setzung als Obmann der Sektion Ertragskunde im Deutschen Verband Forstlicher Forschungsanstalten vor. Wissenschaftlich bekannt geworden ist Prof. Kenk besonders durch seine Arbeiten zu Wachstum und Pflege von Waldbeständen der süddeutschen Hauptbaumarten, eingeschlos­sen der Douglasie.
Charakterisierend für das wissenschaftliche Wirken von Prof. Kenk war die Hinwendung zur forstbetrieblichen Praxis. Wer Georg Kenk kennt, weiß genau, dass dieser konsequente Praxisbezug weder Lippenbekenntnis noch Mode-Erscheinung war, sondern ein wohl tief in seiner bäuerlichen Herkunft verwurzeltes Anliegen ist. Zumal er bis zum heutigen Tage den von den Eltern übernommenen Hof selbst bewirtschaftet. Säge in der Hand, auf dem Schlepper sitzend und bäuerliche Bodenständigkeit, das kennzeichnet eine wesentliche Facette des eloquenten, weltgewandten Jubilars, der im wissenschaftlichen Disput oder humanistischen Diskurs ein ebenso charmanter wie geistreicher und gesuchter Gesprächspartner ist.
Für seine Mitarbeiter an der FVA war er als Mentor, Förderer, Diskurspartner oder weiser Ratgeber viel mehr als Chef. Alle Kollegen wünschen Georg Kenk, dass ihm auch weiterhin sein jugendlicher Schwung und Elan erhalten bleibe und dazu natürlich Gesundheit und für die weitere Zukunft alles Gute.
Konstantin v. Teuffel

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