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Prof. Dr. Carsten Mann an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Prof. Dr. Carsten Mann an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Prof. Dr. Carsten Mann ist seit Anfang Dezember 2016 neuer Professor für Waldressourcenökonomie.
Der gebürtige Düsseldorfer hat nach seinem Abschluss als Diplom-Forstwirt an der Universität Freiburg im Breisgau am Lehrstuhl für Forst- und Umweltpolitik Freiburg promoviert. In der sich anschließenden praktischen Forschungstätigkeit beim Cemagref, einer französischen Forschungseinrichtung in Clermont-Ferrand, engagierte sich Carsten Mann als Forschungsingenieur im Arbeitsbereich Ökonomie des ländlichen Raumes und forschte an der Bewertung von EU-Umweltpolitiken sowie der Steuerung von Ökosystemleistungen unter Berücksichtigung unterschiedlicher ökonomischer und ökologischer Perspektiven. Später, am Zentrum für Technik und Gesellschaft der TU Berlin, untersuchte er den Handel mit Biodiversitätszertifkaten und arbeitete an einer Methode zur konstruktiven Politikfolgenabschätzung. Daneben verfasste Mann bis Juli 2016 seine Habilitation über Strategien der Analyse und Anpassung von Institutionen an sozial-ökologische Kontextbedingungen im Fachgebiet Ressourcenökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Die neu geschaffene Professur Waldressourcenökonomie befasst sich vor allem mit der Fülle an Funktionen und Leistungen des Waldes sowie deren nachhaltige Nutzung durch neue Geschäftsmodelle und Anreizsysteme. Stets damit verbunden ist die sorgfältige Abschätzung der Chancen und Grenzen. „Ich denke, dass ein solches Balancieren von Interessen und Werten nicht alleine durch Märkte funktionieren kann, sondern immer ein Teil einer größeren Governancestrategie ist“, so der Forstwissenschaftler. Waldbewirtschaftung heißt eben nicht nur den nachwachsenden Rohstoff Holz zu produzieren, sondern vielmehr Sorge dafür zu tragen, dass die wichtigen Funktionen wie Naturschutz und Erholung unverkennbar im Fokus stehen. Um die Vielfältigkeit und Bedeutung einer multifunktionalen und nachhaltigen Forstwirtschaft stärker in das Bewusstsein aller Menschen zu rücken, ist es erforderlich, mehr und konsequent darüber zu berichten und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, betont Mann.
Seine langjährigen Erfahrungen aus der Forschung möchte der Forstwissenschaftler gern mit den Studierenden teilen und die unterschiedlichen Präferenzen und Werte, die das Themengebiet ausmachen, diskutieren. Für ihn persönlich erhält zukünftig die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle große Gewichtung.
HNEE

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