Holzverkauf und Holzpreise

Produktionsrekord für Pellets in Österreich

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Das Krisenjahr 2020 war ein sehr erfolgreiches für die österreichische Pelletwirtschaft. Die Zuwachsraten sind trotz der Corona-Pandemie enorm. Sowohl die Pelletproduktion als auch die Nachfrage nach Heizkesseln bricht Rekorde.

Die österreichische Pelletproduktion hat im vergangenen Jahr um 6,9 % zugenommen und stieg von 1,44 Mio. im Jahr 2019 auf 1,54 Mio. t 2020. Der Pelletverbrauch stieg trotz der fehlenden Abnahme im Bereich der Hotellerie um 9,1% auf 1,02 Mio. t. Die Gründe für den steigenden Pelleteinsatz waren 2020 laut proPellets Austria einerseits die deutlich gestiegenen Verkäufe von Pelletheizungen, andererseits die kältere Witterung.

Pelletproduktion verdreifacht

In den letzten 15 Jahren habe sich die Pelletproduktion fast verdreifacht. Derzeit produziere Österreich um die Hälfte mehr als im Inland benötigt werde. Rohstoff für die Pelletproduktion in Österreich seien nach wie vor ausschließlich Sägenebenprodukte, die meist direkt im Sägewerk zu Pellets verarbeitet werden, erläutert Christian Rakos, Geschäftsführer des österreichischen Pelletverbandes.

Rekordnachfrage nach Heizkesseln

Die Tatsache, dass die EU und auch die österreichische Regierung jetzt endlich ernst machen mit dem Klimaschutz, bedeute für die Hersteller von Pelletheizkesseln große Wachstumschancen. Deshalb verdopple eine Reihe von Unternehmen aktuell ihre Produktionskapazitäten. Die Nachfrage sei stärker als je zuvor. Grund dafür seien die Fördermöglichkeiten und das zunehmende Bewusstsein bei den Kunden für erneuerbare Energien.

Die Pelletproduktion in Österreich ist 2020 auf gut 1,5 Mio. t gestiegen, der Pelletverbrauch hat erstmals die Marke von 1 Mio. t überschritten.
Grafik: proPellets Austria
Quelle: proPellets Austria