Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Privatwald kritisiert Landesforst Sachsen-Anhalt

Infolge der seit 2018 anhaltenden Kalamitäten schlägt der Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt derzeit jährlich 1,2 bis 1,5 Mio. Fm Holz ein. Das meldet die Tageszeitung Volksstimme in ihrer Onlineausgabe. Der Regeleinschlag liegt demnach bei rund 670.000 Fm. Das Holz wird teils eingelagert, geht aber überwiegend direkt an die Abnehmer.

Schadholz überschwemmt Markt

Genau das sehen private Waldbesitzer kritisch. Das Schadholz überschwemme den Markt und mache die Ernte für die Waldbesitzer unrentabel, sagte Uwe Daum, Vorstandsvorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Ostharz, in der sich 33 Waldbesitzer aus dem Harz mit insgesamt 4.000 ha Wald organisieren. Die Wälder in Privatbesitz seien oft schwerer erreichbar, die Ernte des Schadholzes lohne sich daher für viele nicht. Die Privatwälder werfen kaum noch Geld ab. Einen dritten Dürresommer würden viele private Waldbesitzer wohl nicht überstehen.

Förderungen zu knapp bemessen

Die Förderungen für den Antransport des Holzes kommen nur unzureichend an. Grund ist unter anderem der Verteilschlüssel, der sich nach dem Waldanteil des Landes richtet, in Sachsen-Anhalt nur 26 %. Bei den Waldschäden ist das Land jedoch ganz vorn dabei. So waren in Sachsen-Anhalt von 11 Mio. Euro, die im ganzen Jahr zur Verfügung standen, Ende April bereits 8 Mio. Euro beantragt.

Volksstimme/Red.

Auch interessant

von