Waldarbeiter vor Holzpolter
Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer setzen eher auf erhöhte Aufmerksamkeit als auf GPS-Tracker, um Holzdieben auf die Schliche zu kommen.
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Private Waldbesitzer machtlos bei Holzdieben

31. Dezember 2022
Die Holzdiebstähle in Wäldern nehmen zu. Sich dagegen zu schützen, ist ein aufwendiges Verfahren.

„Es ist leider relativ schwer, sich zur Wehr zu setzen“, sagte Jürgen Gaulke vom Waldeigentümer-Verband AGDW. Eine Möglichkeit ist zwar, GPS-Tracker in Baumstämme einzusetzen. Diese melden umgehend, wenn sich unberechtigte Personen an Brennholz zu schaffen machen. Das Signal kann dann über Wochen verfolgt werden. Das ist jedoch aufwendig und kostenintensiv. Zudem müssen die Tracker wieder entfernt werden, bevor der Baumstamm ans Sägewerk geht. „Diesen Aufwand scheuen die privaten Waldeigentümer in der Regel“, sagt Gaulke. Man setze eher auf verstärkte Aufmerksamkeit untereinander. Die Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen hätten die Flächen des Nachbarn mit im Blick. Sicherheitsdienste zu beauftragen, sei ebenfalls zu teuer.

Holzdiebstahl hat deutlich zugenommen

Gaulke zufolge hat Holzdiebstahl in Deutschland deutlich zugenommen. „Je teurer Holz ist, desto mehr wird Holz geklaut.“ Das sei ein natürlicher Trend. Jeder Waldbesitzer könne eine Geschichte zu Holzdiebstahl erzählen, ein Massenphänomen sei es aber glücklicherweise trotzdem nicht. Nach Angaben des Waldeigentümer-Verbands kommt es besonders häufig zu Diebstählen im Großraum Berlin und rund um Köln, wo die Preise für Brennholz besonders hoch seien. Seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine habe sich der Preis dort verdreifacht bzw. vervierfacht. Diebstähle kommen sowohl am Tag als auch in der Nacht vor, Wälder nahe der Autobahn seien besonders betroffen.

Mit Material der AGDW