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Prinz zur Lippe: Klares Nein zum geplanten Nationalpark Teutoburger Wald

Prinz zur Lippe: Klares Nein zum geplanten Nationalpark Teutoburger Wald

Ungeachtet von Meldungen interessierter Dritter, bleibt das Haus zur Lippe bei der klaren Ablehnung des geplanten Nationalpark Teutoburger Wald. Stephan Prinz zur Lippe: „Ich habe keine Gespräche über den Tausch unserer Flächen geführt, geschweige denn Verhandlungen, wie dies behauptet wird. Unsere Waldflächen, die nach bisherigen Planungen rund ein Fünftel des angedachten Nationalparks ausmachen sollen, werden nicht zur Verfügung gestellt. Sie bleiben wie seit Jahrhunderten auch künftig Privateigentum der Familie. Das Haus Lippe bleibt bei seiner Haltung und wird in dieser Angelegenheit keine Verhandlungen führen. Auch ein Moderationsverfahren über unsere Flächen kommt nicht in Betracht.“
 
Bereits 2008 hatte das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen den Landrat deutlich darauf hingewiesen, dass eine Einbeziehung von Privatflächen gegen den Willen der Eigentümer nicht möglich sei und vor entsprechenden Risiken gewarnt. „Nach Lage der Dinge gibt es keine politische oder rechtliche Handhabe, sich die Flächen ohne unsere Zustimmung anzueignen. Dies entspricht auch der gültigen Beschlusslage des Lippischen Kreistages“, so Prinz zur Lippe. Auch die CDU und der Landrat des Kreises Lippe haben sich in der Vergangenheit wiederholt öffentlich in dieser Form erklärt.
 
Die Wälder des Hauses Lippe werden seit Jahrhunderten nachhaltig bewirtschaftet und stehen jedem, der Erholung sucht, offen. „Sie waren und bleiben für die Bevölkerung zugänglich und verfügen über ein hervorragendes Wegenetz für Wanderer und Naturfreunde“, so Prinz zur Lippe.
 
Die Planung eines Nationalsparks Teutoburger Wald in der bekannten Form hält Prinz zur Lippe für gescheitert, da sie auf breiten Widerstand in der Region stößt und den notwendigen Konsens – stets als Grundvoraussetzung für die Errichtung eines Nationalparks genannt – nicht erreicht hat. Prinz zur Lippe: „Ich würde mich freuen, wenn die Befürworter diesen Sachverhalt einsähen und so die Region eine Chance erhielte, noch einmal neu über die notwendigen Fragen der Strukturentwicklung und eines Einklangs von Mensch, Natur und Wirtschaft nachzudenken. Regionalentwicklung muss möglichst viele Bürger mitnehmen und darf nicht spalten“.
 
Hintergrund
Das Land NRW plant einen Nationalpark „Teutoburger Wald“ in einer Gesamtgröße von 8650 ha. Rund ein Fünftel der geplanten Fläche sind Eigentum des Prinzen zur Lippe. Dieser hat sich gegen eine Einbeziehung seiner Eigentumsflächen in den Nationalpark gewandt, da sie in seine Eigentumsrechte eingreifen und wirtschaftliche Nachteile resultieren. Ohne die Zustimmung des Prinzen zur Lippe ist eine Einbeziehung seines Waldes in den geplanten Nationalpark ausgeschlossen. Dies bestätigte auch der zuständige Landrat Friedel Heuwinkel vor dem Umweltausschuss des Landes NRW: „Wir wollen mit jedem Betroffenen Einvernehmen erzielen.“ Gegen die Pläne zur Errichtung des Nationalparks haben sich die Vollversammlung der IHK Detmold, die Kreise Höxter und Paderborn, verschiedene Anrainergemeinden sowie eine Bürgerbewegung ausgesprochen, die bereits über 24000 Unterschriften gesammelt hat.
 
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