Holzverkauf und Holzpreise

Preis vervierfacht, aber Trendwende am Pelletmarkt in Sicht

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Der Pelletmarkt in Deutschland wird weiterhin von vielen Faktoren beeinflusst, deren Ursache die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sind. Dazu gehören eine stark erhöhte Nachfrage, die Verteuerung von Produktion und Logistik sowie hohe Rohstoffkosten aufgrund einer rückläufigen Baukonjunktur.

Der Preis für Holzpellets erreicht im September im Bundesdurchschnitt den Wert von 763,76 €/t (Abnahme 6 t). Das sind 11,8 % mehr als im Vormonat und 322,7 % mehr als im September 2021. Der Pelletpreis hat sich also mehr als vervierfacht. Umgerechnet auf die Wärmebereitstellung entspricht das 15,28 ct/kWh. Damit sind Pellets im September ebenso teuer wie Heizöl.

Rekordpreise, aber Trend dreht sich

Trotz dieser weiteren Steigerung sprechen Experten von einer sich bereits abzeichnenden Trendwende. „Wir gehen davon aus, dass sich die Lage langsam wieder entspannt, auch weil die Lager von Bestandskunden bereits gefüllt sind. Die ersten Anzeichen dafür bietet die sinkende Nachfrage, die in den letzten Tagen nahezu Normalniveau erreicht hat“, erläutert Martin Bentele, Geschäftsführer beim Deutschen Pelletinstitut (DEPI).

Darüber hinaus werde diese Entwicklung auch von verschiedenen Händlern bestätigt, die Pellets schon wieder deutlich unterhalb des für September ermittelten Durchschnittspreises anbieten.

Gründe für Ansturm auf Pellets

Weiterhin sei es aber ratsam, nur bei tatsächlichem Bedarf Pellets zu bestellen. Genauere Prognosen seien aufgrund der Vielzahl der Ursachen und der außergewöhnlichen Situation nicht seriös zu treffen, merkt Branchenkenner Bentele an.

Gründe für hohen Pelletpreis und längere Lieferzeiten sind die sehr große Nachfrage von Bestandskunden, viele Neukunden, die ihre fossile Heizung ausgetauscht haben und gestiegene Rohstoffpreise und hohe Energiekosten in Produktion und Logistik.

Hintergründe zum Pelletmarkt hat das DEPI online aufbereitet.

Quelle: DEPI