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Preis für witterungsbeständiges Holz durch Plasmatechnologie

Preis für witterungsbeständiges Holz durch Plasmatechnologie

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) und die Universität Göttingen sind mit ihrem Projekt „Witterungsbeständiges Holz durch Plasmatechnologie“ als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet worden.

Bislang war die wasserabweisende, schlecht haftende Oberfläche von Holz problematisch für die Weiterverarbeitung des Werkstoffs: Farben, Lack und Klebstoffe konnten nur nach entsprechender – meist chemischer – Vorbehandlung aufgetragen werden. Forscher der HAWK und der Universität Göttingen haben ein Verfahren entwickelt, das die Hafteigenschaften und Tränkbarkeit von Holzoberflächen entscheidend verbessert. Mittels eines physikalischen Prozesses kann Holz nun ressourcenschonend und ohne Einsatz von chemischen Stoffen für die weitere Verarbeitung vorbereitet werden. Das patentierte Verfahren stellt einen wichtigen Fortschritt für die Holzverarbeitung dar. 

Der Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ wird seit 2006 von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank realisiert. Corinna Pregla als Vertreterin „Land der Ideen“ und Marc Ehrig von der Deutschen Bank in Hildesheim überreichten am 12. April HAWK-Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Viöl und Prof. Dr. Holger Militz von der Abteilung Holzbiologie und Holzprodukte der Georg-August-Universität Göttingen die Auszeichnung als „Ausgewählter Ort 2012“.

Im gemeinsamen Forschungskolleg ‚PlaNaWood‘ wird dieser viel versprechende Ansatz von Studierenden in Promotionsprojekten weiter erforscht. „Die ökologische Verantwortung, die Möglichkeiten von Forschungs- und Entwicklungsarbeit und die hochwertige gemeinsame Ausbildung künftiger Fachkräfte stehen im Zentrum. Dass dieses Projekt jetzt im Rahmen des Wettbewerbs weit über Expertenkreise hinaus bekannt wird, wird dem Thema weiter Schub geben“, betonte Viöl.

Aus über 2000 Bewerbungen wählte die Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern die Kooperation von HAWK und Universität mit ihrem Verfahren zur schonenden Holzverarbeitung als Preisträger aus.
 

HAWK

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