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Preis für vorbildliche Waldbewirtschaftung in Sachsen verliehen

Der Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Thomas Schmidt hat am 28. Oktober 2015 in Dresden den Preis für vorbildliche Waldbewirtschaftung in Sachsen verliehen.

Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) vergibt die Auszeichnung an private und körperschaftliche Waldbesitzer, die ihren Wald besonders beispielhaft bewirtschaften. Bei der vierten Auflage in diesem Jahr waren Waldbesitzer gesucht, die sich vor allem durch eine besonders bodenpflegliche Bewirtschaftung ihrer Wälder auszeichnen. „Ohne gesunde Waldböden gibt es keine stabilen und naturnahen Wälder sowie keine nachhaltige und leistungsfähige Forstwirtschaft“, sagte der Minister bei der Auszeichnungsveranstaltung im SMUL. „Die Preisträger haben den Wert der Waldböden für Ihren Forstbetrieb erkannt und schenken ihnen bei der Bewirtschaftung besondere Aufmerksamkeit.“
Die Preisträger 2015
Den 1. Preis und ein Preisgeld von 4.000 € erhielt die Stadt Brandis (Landkreis Leipzig) vor allem für die Erstaufforstung und das Bereitstellen von Flächen für die natürliche Waldentwicklung auf dem ehemaligen Militärflughafen Polenz, dem eine Altlastenberäumung und Flächenentsiegelung vorausgingen.
Der 2. Preis (2.500 €) ging an den Forstbetrieb Willisch-Grimmstein von Hubertus von Hertell, der seinen Wald im Raum Hirschbach (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) seit Mitte der 1990er Jahre zum Mischwald umbaut. Der Preisträger minimiert dadurch in Steillagen die Gefahr von Bodenrutschungen, verbessert die Wasserspeicherfähigkeit und erhöht die Bodenfruchtbarkeit.
Mit dem 3. Preis (1.000 €) wurde Harald Köpping aus Großpösna (Landkreis Leipzig) ausgezeichnet. Köpping baut seinen Wald konsequent zu Laubmischwäldern um und nutzt bei der Holzernte, wenn einsetzbar die Holzrückung mit Pferden, die den Waldboden kaum verdichtet.
Eine lobende Anerkennung (500 €) erhielt die Salm-Boscor GmbH&Co.KG, die den Klosterwald Marienthal (Landkreis Görlitz) nach den Grundsätzen der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) bewirtschaftet. Der Forstbetrieb forciert den Umbau von nicht standortgerechten Fichtenwäldern, die durch langjährige Stoffeinträge stark geschädigt sind.
Beispielhafte Arbeit soll ein Vorbild sein
„Sie leisten bei der Arbeit für Ihren Wald jeden Tag mehr als gesetzlich vorgeschrieben ist“, lobte Schmidt die Preisträger. „Mit Ihrem Engagement für gesunde Waldböden legen Sie den Grundstein für einen erfolgreichen Waldumbau. Davon profitiert nicht nur Ihr Forstbetrieb, sondern auch die ganze Gesellschaft. Ihre beispielhafte Arbeit soll den anderen Waldbesitzern in Sachsen ein Vorbild sein.“
Im Freistaat Sachsen beträgt die Waldfläche rund 525.000 ha, das sind 28,4 % der Landesfläche. Die häufigsten Waldbäume sind Fichte mit 35 % und Kiefer mit 28 % Flächenanteil. Häufige Laubbaumarten in Sachsens Wäldern sind Birke mit 10 %, Eiche mit 8 % und Rotbuche mit 4 %. Mehr als 45 % des sächsischen Waldes befinden sich in Privateigentum, rund 39 % gehören dem Freistaat, der Körperschaftswald umfasst 8 %, der Bundeswald 6 % und der Kirchenwald 2 %.
SMUL

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