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Prämie für die CO₂-Senke des Waldes

Der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Max Freiherr von Elverfeldt, erneuert vor dem Hintergrund des in der Bund-Länder-Runde vereinbarten höheren CO₂-Preises seine Forderung nach einer Prämie für die CO₂-Senke des Waldes.

Wenn der Einstieg für die Tonne CO₂ bei nunmehr 25 statt 10 € liegt und schrittweise auf 55 € erhöht werden soll, darf die Honorierung der Ökosystemleistung „CO₂-Speicherung“ des Waldes keine Frage mehr sein. So habe das Land Nordrhein-Westfalen diesen Vorschlag zu Recht auf die bundespolitische Ebene gehoben.

Bei dem aktuellen Preis eines Zertifikats im Emissionshandel von 25 € pro Tonne CO₂ ergibt dies eine Honorierung dieser Ökosystemleistung von 125 € pro Jahr und Hektar. Dies sei eine vernünftige Richtschnur, so Elverfeldt. Es gilt jetzt rasch ein verlässliches Modell zu verabschieden, um die Waldbauern für ihren wichtigen gesellschaftlichen Beitrag mit einer CO₂-Prämie kontinuierlich zu unterstützen.

Elverfeldt betonte in dem Zusammenhang die Ökosystemleistungen des Waldes. In seinen Bäumen und Böden sind 2,5 Mrd. t Kohlenstoff gebunden. Zu der gespeicherten Menge an Kohlenstoff kommen jedes Jahr im Zuge des Waldwachstums rund 60 Mio. t CO₂ hinzu. Darüber hinaus spart die Verwendung von Holz jährlich rund 66 Mio. t CO₂ und bindet jedes Jahr rund 3 Mio. t CO₂ langfristig in Holzprodukten. Damit ist das Cluster Forst & Holz ein bedeutender Klimaschützer, der mehr als 127 Mio. t CO₂ und damit rund 14 % des jährlichen CO₂-Ausstoßes der deutschen Volkswirtschaft bindet.

Familienbetriebe Land und Forst

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