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Positive Halbjahresbilanz für Forst und Holz

Die inzwischen fast vollständig für das erste Halbjahr 2010 vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die allgemeine wirtschaftliche Erholung auch bei den Betrieben der Forst- und Holzwirtschaft angekommen ist. Die hohe Nachfrage nach Stamm- und Industrieholz lässt sich im Inland kaum decken und führt zu deutlich steigenden Rund-holzpreisen. Zur Deckung der Nachfrage wurde der Import von Nadelholz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 144 % gesteigert, der Export dagegen um 23 % zurückgefahren.

Die Sägeindustrie erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 1,64 Mrd. €. Dies bedeutet ein Umsatzplus von knapp 26 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 (1,30 Mrd. €). Dabei ist der Umsatz aus Geschäften mit Partnern im Ausland geringfügig stärker gewachsen (27 %) als im Inland (25 %).

Noch deutlicher fällt der Umsatzzuwachs bei den Erzeugern von Marktzellstoff aus: 35 %. Ihr Umsatz im ersten Halbjahr 2010 liegt mit 372 Mio. € sogar bereits wieder über dem Niveau von 2008 (352 Mio. €). Die Umsatzsteigerung beruht insbesondere auf deutlich steigenden Preisen. Der Erzeugerpreisindex von inländischem Zellstoff betrug im Juni 2010 134,3 % und markiert damit einen neuen Höchststand. Im Vergleich zum Juni 2009 errechnet sich eine Preissteigerung von 23 %.

Nahezu umgekehrt ist die Entwicklung in der Holzwerkstoffindustrie. Trotz Ausweitungen der Produktionstätigkeit liegt der Halbjahresumsatz 2010 (2,04 Mrd. €) nur um 2 % über dem Vorjahreswert (2,00 Mrd. €). Ursache sind die vergleichsweise moderaten Preissteigerungen von Holzwerkstoffen.

Neues Holz Journal

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