Holzindustrie, -verbände

Positionspapier: Bauwirtschaft mahnt verlässliche Rahmenbedingungen an

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Ein breites Bündnis verschiedener Verbände aus der Bauwirtschaft, darunter auch der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH), haben in einem gemeinsamen Positionspapier eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, mit denen die Schaffung von mehr Wohnraum durch ressourceneffizientes Bauen und Modernisieren schnell und klimafreundlich verwirklicht werden kann. Der DeSH betont dabei die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen für das klimaschonende Bauen der Zukunft und die Rolle von Holz, als vielseitigen und nachhaltigen Baustoff.

Grundsätzlich begrüßt die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ die ambitionierten Ziele der Regierungskoalition für die Bereiche Bauen und Wohnen in den nächsten Jahren. „Das Wohnen ist eine der drängendsten Fragen unserer Zeit. Ihre Beantwortung muss nicht nur schnell erfolgen, sondern auch Ansprüchen an Klimaschutz und Ressourceneffizienz genügen“, kommentiert Julia Möbus, Geschäftsführerin des DeSH, das Positionspapier.

„Für die Umsetzung dieser Aufgabe brauchen wir dringend zielführende Anreize und verlässliche Rahmenbedingungen. Als Verbändebündnis haben wir deshalb wichtige Maßnahmen zusammengestellt und mahnen die Bundesregierung an, diese zeitnah zu realisieren.“

Planungssicherheit für alle Akteure

Neben Anreizen für Investoren und private Bauherren sei die Fortführung von Förderungen für energieeffizientes Bauen dringend notwendig. „Wollen wir die Klimaziele im Gebäudesektor erreichen, sind erhöhte energetische Standards bei Neubau und Sanierung unerlässlich. Der unerwartete Förderstopp der KfW-Programme hat hier für große Unsicherheiten gesorgt, die schnellstmöglich behoben werden müssen, um die ambitionierten Ziele für den Bausektor insgesamt nicht zu gefährden“, betont Möbus.

Die wenige Tage später verkündete Übergangslösung für die KfW-Förderungen könne nur ein erster Schritt sein, dem eine langfristige Neuausgestaltung des Fördersystems folgen müsse. Denn Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingen seien die Grundvoraussetzung für die gesamte Branche. Das gelte genauso für die energetische Modernisierung. Hier brauche man geeignete Förderinstrumente, die die nachhaltige Versorgung mit Wärme und geeignete Maßnahmen an der Gebäudehülle aufeinander abstimmen.

Holz für Neubau und Sanierung

Holz spiele vor diesem Hintergrund eine wichtige Rolle: Als nachwachsender Rohstoff speichere es langfristig CO2. Es könne somit eine entscheidende Rolle für die klimafreundliche und ressourceneffiziente Ausrichtung der Bauindustrie spielen. Doch auch als Energieträger Holzpellets ersetze es klimaschädliche Alternativen.

Wichtigsei, dass die Politik jetzt zügig mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen beginne. Nur so könne die Bauwirtschaft ihren Teil leisten – für die Schaffung dringend benötigten Wohnraums und für den Klimaschutz, so Möbus abschließend.

Das Positionspapier der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ finden Sie hier.

Quelle: DeSH