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Position zum EU-Abkommen Schutz der Wälder

Während der 6. Europäischen Forstministerkonferenz in Oslo (Norwegen) im Juni 2011 verständigten sich 46 europäische Länder darauf, ein europaweites, rechtsverbindliches Abkommen zum Schutz der Wälder bis zum 30.6.2013 auszuarbeiten. Darüber diskutiert wurde in der ersten Sitzung des zwischenstaatlichen Verhandlungsausschusses vom 27.2. bis 2.3.2012 in Wien.  Der Dachverband der EU Landwirte und Genossenschaften (Copa-Cogeca) und europäische Waldbesitzer haben zu dem geplanten Abkommen eine gemeinsame Position erarbeitet.

Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen dazu in einer Presseaussendung: „Die Waldbesitzer in Europa begrüßen die Entscheidung von Oslo in Richtung eines rechtsverbindlichen Abkommens und sind von der Bedeutung der Wirtschaftsfunktion von Wäldern bei der Förderung einer umweltverträglichen Wirtschaft überzeugt. Forstwirtschaft sichert umweltfreundliche Arbeitsplätze und Einkommen, die ländliche Entwicklung sowie die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Sektors. Für die Zukunft sind deshalb eine aktive und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder sowie eine stärkere Förderung der Nutzung von Holz erforderlich.“ Außerdem zweifelt er an der erfolgreichen Umsetzung der EU-2020-Strategie für Wachstum und Beschäftigung, wenn Produktion und Nutzung von Biomasse nicht erhöht werden.

Überzeugt ist Pesonen allerdings vom bedeutenden Beitrag eines nachhaltig wirtschaftenden und wettbewerbsfähigen Forstsektors zur europäischen Strategie der Treibhausgasreduktion. „Eine verstärkte Valorisierung und Vermarktung von Dienstleistungen aus Waldökosystemen wie Biodiversität, Wasserreinigung und -bewirtschaftung könnten einen zentralen Anstoß zur vielfältigen und ausgewogenen Nutzung der Ressourcen der europäischen Wälder darstellen“, hebt Pesonen weitere Werte des Waldes hervor.

LK Österreich

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